Olivenöl-Preis: Warum Dürre in Spanien alles verteuert
Klimabedingte Ernteausfälle in Andalusien treiben den Olivenölpreis – mit direkten Folgen für deutsche Verbraucher.

Weltweit verbrauchen Köche jährlich mehr als drei Millionen Tonnen Olivenöl. Der mit Abstand größte Produzent ist Spanien, gefolgt von Italien, Griechenland und Portugal. Außerhalb Europas liefert lediglich Tunesien nennenswerte Mengen auf den Weltmarkt.
Diese starke Konzentration auf einen einzigen Hauptproduzenten birgt ein erhebliches Preisrisiko. Geraten die Wetterbedingungen in Spanien aus dem Gleichgewicht, spüren Verbraucher das unmittelbar an der Ladenkasse.
Preisexplosion durch Andalusien-Dürre
Ein konkretes Beispiel liefert das Jahr 2024: Deutsche Konsumenten zahlten damals doppelt so viel für Olivenöl wie noch 2020. Auslöser war eine ausgeprägte Dürreperiode in Andalusien, der wichtigsten Olivenanbauregion Spaniens. Das zeigt, wie stark ein einzelnes Wetterereignis globale Lebensmittelpreise bewegen kann.
Die Rekordpreise veranlassten viele Verbraucher, auf alternative Speiseöle auszuweichen. Das Angebot an hochwertigen Alternativen ist inzwischen vielfältig – nicht zuletzt dank des wachsenden Online-Handels, der auch Nischenprodukte zugänglich macht.
Für Anleger ist das Thema Agrarrohstoffe durchaus relevant: Klimabedingte Ernteausfälle können ganze Produktkategorien unter Druck setzen und Preisschübe auslösen, die sich durch die gesamte Lebensmittelbranche ziehen. Wer in Lebensmittelkonzerne oder Agrar-ETFs investiert, sollte solche Abhängigkeiten im Blick behalten.
