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USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina

USA Rare Earth hat in Blacksburg, South Carolina, mit dem Bau einer 1,2 Milliarden US-Dollar schweren Fabrik für Seltene Erden und Magnete begonnen, die rund 490 Arbeitsplätze schaffen und die Abhängigkeit von China reduzieren soll.

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USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina

USA Rare Earth (Nasdaq: USAR) hat in Blacksburg, South Carolina, den Grundstein für eine neue Produktionsanlage für Seltenerdmetalle und Magnete gelegt. Das Unternehmen erreicht damit einen wichtigen Etappenschritt beim Aufbau einer geschlossenen Versorgungskette für Seltene Erden in den Vereinigten Staaten und Partnerländern.

Die Fabrik entsteht auf einem 124 Hektar großen Areal im Bailey Industrial Park im Cherokee County. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 1,2 Milliarden US-Dollar, womit voraussichtlich rund 490 Arbeitsplätze im produzierenden Bereich des Bundesstaates geschaffen werden.

Die Wahl fiel auf Blacksburg nach einer gründlichen Prüfung von fast 275 möglichen Standorten im ganzen Land. Das Unternehmen betonte, dass South Carolina durch eine gut ausgebildete Arbeitnehmerschaft im Bereich der Hochpräzisionsfertigung, eine stabile Energieversorgung, eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, die räumliche Nähe zu Abnehmern und Zulieferern sowie eine ausgeprägte Unterstützung von staatlicher und lokaler Seite überzeugen konnte.

Wichtiger Schritt für die heimische Fertigung

„Der Spatenstich in Blacksburg ist ein bedeutender Augenblick, da er unsere Vision von bloßen Plänen in reale Infrastruktur überführt“, erklärte CEO Barbara Humpton in einer Mitteilung an die Presse. „Wir schaffen die Kapazitäten, die Amerika braucht, um kritische Seltenerd-Materialien und Magnete im eigenen Land zu produzieren, und investieren gleichzeitig langfristig in die Menschen und Regionen, die uns dabei unterstützen werden.“

Die Anlage in Blacksburg soll die bereits bestehende Magnetfertigung von USA Rare Earth in Stillwater, Oklahoma, ergänzen. Dort hatte das Unternehmen zu Jahresbeginn seine erste kommerzielle Fertigungslinie hochgefahren. Gemeinsam sollen die Standorte in Blacksburg und die geplante Erweiterung in Stillwater eine heimische Produktionsleistung von 10.000 Tonnen pro Jahr (tpa) für Neodym-Eisen-Bor-(NdFeB)-Magnete bereitstellen.

Mittel für die Ausbildung

USA Rare Earth sagte zudem eine Zuwendung von 250.000 US-Dollar an das Spartanburg Community College zu, um dessen neues SPARK Center im Cherokee County zu fördern. Die Einrichtung wird Ausbildung, berufliche Qualifikation und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verknüpfen und Hilfsmittel zur Unterstützung von Unternehmen anbieten.

„Die größte Stärke South Carolinas waren stets unsere Bürger und ihr Geschick, Dinge herzustellen, von denen die Welt abhängt“, sagte Gouverneur Henry McMaster. „Die Standortwahl von USA Rare Earth für Blacksburg ist ein weiteres starkes Bekenntnis zu unserer Arbeitnehmerschaft und dem künftigen Fertigungssektor unseres Bundesstaates. Heute feiern wir den Beginn eines Vorhabens, das neue Perspektiven für Familien im gesamten Cherokee County und im Upstate schaffen und zugleich dazu beitragen wird, eine strategische Industrie in den USA wieder aufzubauen.“

Hintergrund: Weniger Abhängigkeit von China

USAR hatte bereits im Juli eine Vereinbarung zum Erwerb einer Minderheitsbeteiligung an dem französischen Verarbeiter Carester getroffen. Die finanziellen Mittel sollen für den Ausbau einer Verarbeitungsanlage verwendet werden, die noch in diesem Jahr ihren Betrieb aufnehmen soll.

Dieser Schritt ist Teil der Bestrebungen der USA und Europas, eigene Fertigungskapazitäten für Seltene Erden und Magnete zu schaffen, um die Abhängigkeit von China zu reduzieren. Die Volksrepublik kontrolliert gegenwärtig rund 90 Prozent der weltweiten Verarbeitungskapazitäten für Seltene Erden – ein strategisches Risiko für westliche Industrienationen, die diese Werkstoffe für Elektrofahrzeuge, Windkraftanlagen, Verteidigungstechnik und zahlreiche weitere Hightech-Anwendungen dringend benötigen.

Für Anleger im Rohstoffsektor ist die Entwicklung von USA Rare Earth von besonderem Interesse, da die europäische Automobilindustrie und der Maschinenbau stark auf Seltenerd-Magnete angewiesen sind. Der Aufbau einer von China unabhängigen Lieferkette in Nordamerika und Europa könnte die Versorgungssicherheit auf lange Sicht verbessern und für stabilere Preise sorgen.

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