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BRICS-Staaten fordern Ende der Sanktionen – Auswirkungen auf Rohstoffmärkte

Die Präsidenten Irans und Russlands kritisierten auf der BRICS-Konferenz scharf die westlichen Sanktionen und forderten mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit – für Rohstoff-Anleger besonders relevant, da die Spannungen die globalen Energiepreise und Liefe

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BRICS-Staaten fordern Ende der Sanktionen – Auswirkungen auf Rohstoffmärkte

Die Staatschefs von Iran und Russland, Masoud Pezeshkian und Wladimir Putin, haben auf der BRICS-Wirtschaftskonferenz in Neu-Delhi eine deutliche Kritik an den westlichen Sanktionen geübt und eine intensivere ökonomische Kooperation innerhalb des Bündnisses gefordert. Beide Regierungschefs traten am Freitag gemeinsam auf.

Pezeshkian bezeichnete die aktuelle Lage seines Landes als „gefährliche Phase“. Die Politik der USA und Israels habe sich von wirtschaftlichen Strafmaßnahmen hin zu militärischen Aktionen verlagert. Die Folgen der Kampfhandlungen gegen Teheran seien weit über die eigenen Grenzen hinaus spürbar und gefährdeten die regionale wie auch die globale Stabilität.

Gegenmacht zur westlichen Dominanz

„BRICS muss Bedingungen schaffen, unter denen kein Staat den legalen Warenverkehr eines anderen Landes behindern kann – etwa durch die Monopolisierung von Finanzinstrumenten oder Technologien“, forderte Pezeshkian in seiner Ansprache. Der Zusammenschluss, der das Gewicht des Globalen Südens stärken soll, müsse den Einsatz nationaler Währungen im Handel zwischen den Mitgliedern deutlich ausweiten.

Der iranische Präsident hob die Relevanz von Ernährungs- und Energieversorgung als „grundlegende Pfeiler der ökonomischen Stabilität“ hervor. Mit seinen gewaltigen Energiereserven stehe Teheran bereit, ein strategischer Verbündeter zu werden.

Energiemärkte unter erheblichem Druck

Die aktuellen Konflikte haben die weltweiten Energiemärkte massiv beeinträchtigt. In den USA erreichten die Dieselpreise am Freitag erstmals die Marke von sechs Dollar pro Gallone. Grund dafür sind die kriegsbedingten Unterbrechungen der Treibstoffversorgung aus der Ukraine und dem Iran, die die Transportkosten in der gesamten Volkswirtschaft in die Höhe treiben.

Seit Ausbruch der Kampfhandlungen im Iran sind die Energiepreise weltweit drastisch gestiegen. Der Konflikt hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz empfindlich gestört – jene strategisch bedeutsame Meerenge, durch die ein Großteil des Rohöls und Gases aus dem Nahen Osten transportiert wird. Am Donnerstag kletterten die US-Rohöl-Futures erstmals seit Mai auf 100 Dollar pro Barrel, ausgelöst durch eine erhebliche Eskalation der Gefechte zwischen Washington und Teheran.

Putin: Mehr als 30.000 Sanktionen gegen Russland

Auch Russland, ebenfalls ein bedeutender Energieproduzent, ist aufgrund seines Angriffskriegs gegen die Ukraine mit weitreichenden westlichen Sanktionen konfrontiert. Moskau nahm seine Luftangriffe auf ukrainische Großstädte nach einer kurzen Unterbrechung für den Besuch amerikanischer Vermittler am Wochenende wieder auf.

Obwohl US-Präsident Donald Trump am Mittwoch signalisiert hatte, dass eine rasche Beilegung des Ukraine-Konflikts den Weg für eine vollständige Wiederaufnahme der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen ebnen könnte, attackierte Putin die westlichen Druckmittel scharf. „Mehr als 30.000 Sanktionen wurden gegen Russland verhängt – doppelt so viele wie die Summe aller Sanktionen gegen sämtliche andere Länder der Welt zusammen“, erklärte Putin auf der Konferenz.

Der russische Staatschef behauptete, dass Nationen, die mit „industriellem Niedergang und Haushaltsdefiziten“ zu kämpfen hätten, versuchten, ihre „Wettbewerbsvorteile“ durch Sanktionen gegen Moskau und Teheran zu sichern.

BRICS als Motor des Wachstums

Putin unterstrich die ökonomische Bedeutung der Staatengruppe: Die BRICS-Länder hätten in den zurückliegenden fünf Jahren mehr als 40 Prozent des globalen zusätzlichen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaftet, während die G7-Staaten lediglich auf 29 Prozent kämen. BRICS biete eine „stabile und zukunftsfähige Plattform für das weltweite Wirtschaftswachstum“. Moskau wolle „vielversprechende Initiativen“ in den Bereichen Tourismus, Handel und private Investitionen aus dem Globalen Süden vorantreiben.

Die Appelle aus Teheran und Moskau für eine größere wirtschaftliche Unabhängigkeit der BRICS-Staaten fallen in eine Phase zunehmender geopolitischer Spannungen zwischen dem Westen und beiden Ländern. Für Anleger in Rohstoffmärkte sind diese Entwicklungen von unmittelbarer Bedeutung, da sie die globalen Energiepreise und Lieferketten direkt beeinflussen.

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