ANZEIGE

Iran-Konflikt treibt Aluminiumpreise für US-Käufer deutlich an

Der Krieg im Nahen Osten verteuert Aluminiumimporte in die USA – Aufschläge steigen um 7 Prozent.

1 Min
Iran-Konflikt treibt Aluminiumpreise für US-Käufer deutlich an

US-amerikanische Aluminiumabnehmer zahlen seit Ausbruch des Iran-Konflikts deutlich höhere Importaufschläge. Seit dem Beginn der Kampfhandlungen am 28. Februar ist die US-Referenzgebühr für Aluminiumlieferungen laut S&P Global Energy um 7% auf 2.445 US-Dollar pro Tonne gestiegen. Ursache sind Produktionsausfälle in der Golfregion sowie die Gefahr, dass knappes Material in andere Weltregionen abfließt.

Aluminiumhütten in Bahrain und Katar haben in der vergangenen Woche ihre Lieferungen vollständig eingestellt. Beide Länder zusammen stehen für rund 3% der weltweiten Aluminiumproduktion – ein Anteil, der auf dem globalen Markt spürbar ins Gewicht fällt. Die USA sind besonders betroffen, da sie in hohem Maße auf Primäraluminium aus ausländischen Schmelzhütten angewiesen sind.

Warum US-Käufer besonders hohe Aufschläge zahlen

Die Importgebühr, die US-Käufer zusätzlich zum Börsenpreis entrichten, setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen. Neben den Transportkosten schlägt der US-Einfuhrzoll von 50% auf Aluminium erheblich zu Buche. Hinzu kommen zusätzliche Prämien, mit denen Lieferanten davon überzeugt werden sollen, ihre Ware nicht in andere, möglicherweise attraktivere Märkte zu verkaufen.

Diese Struktur macht den US-Aluminiummarkt besonders anfällig für geopolitische Schocks. Fällt Produktionskapazität in der Golfregion aus, müssen amerikanische Abnehmer aktiv um verfügbare Mengen konkurrieren – und das zu steigenden Kosten. Für die verarbeitende Industrie, etwa in der Automobil- oder Verpackungsbranche, bedeutet das unmittelbaren Kostendruck.

Für deutsche und europäische Beobachter ist die Entwicklung ein Signal: Auch hierzulande beziehen Aluminiumverarbeiter einen Teil ihres Rohmaterials aus dem Nahen Osten. Anhaltende Lieferausfälle könnten mittelfristig auch europäische Abnehmer unter Druck setzen und die globalen Aluminiumpreise weiter nach oben treiben.

AluminiumAluminiumpreisIran-KonfliktUs-ImportaufschlagGolfregion

Meistgelesene News

  1. Geheimmission auf dem Bosporus: Schattenflotte-Tanker mit russischem Öl unterwegs
  2. Millennium Silver leitet Drohnenvermessung bei Nevada-Silberprojekt ein
  3. Mais-Futures unter Druck: Dollarstärke und Rekordernte belasten die Preise
  4. USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina
  5. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?

Disclaimer