Nippon Steel plant Verkauf von Vermögenswerten
211 Millionen Dollar sollen zur Schuldenreduzierung und U.S. Steel-Übernahme beitragen

Nippon Steel, eines der führenden Stahlunternehmen Japans, plant den Verkauf von Vermögenswerten im Wert von mindestens 30 Milliarden Yen, was etwa 211 Millionen US-Dollar entspricht, um seine Schulden zu managen. Dies geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Nikkei hervor, der den stellvertretenden Vorsitzenden des Unternehmens, Takahiro Mori, zitiert. Der Schritt erfolgt im Kontext des laufenden Übernahmeangebots von Nippon Steel für U.S. Steel, das sich auf 14,9 Milliarden US-Dollar beläuft.
Zu Beginn dieses Jahres stimmte Nippon Steel einem Darlehen in Höhe von 16 Milliarden US-Dollar von drei großen japanischen Banken zu, um die Übernahme von U.S. Steel zu finanzieren. Diese Transaktion steht jedoch vor Herausforderungen, da sie auf politischen Widerstand in den Vereinigten Staaten stößt, insbesondere im Hinblick auf die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen am 5. November. Das Unternehmen hofft dennoch, den Deal bis Ende Dezember abschließen zu können, abhängig von den erforderlichen Genehmigungen.
Um seine Kapitalstruktur zu stärken, plant Nippon Steel, Vermögenswerte wie Immobilien und Lagerbestände zu veräußern. Diese Maßnahmen sollen die Effizienz des Kapitaleinsatzes erhöhen, insbesondere im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme von U.S. Steel. Die Verschuldungsquote des Unternehmens, das Verhältnis von Schulden zu Eigenkapital, wird voraussichtlich durch den Deal von derzeit 0,5 auf 0,9 steigen. Laut Mori könnte diese Quote jedoch bis zum Ende des Geschäftsjahres im März 2025 auf 0,7 gesenkt werden, sofern die geplanten Maßnahmen erfolgreich umgesetzt werden.
Eine Stellungnahme von Nippon Steel zu diesen Berichten lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht vor, nachdem Reuters eine entsprechende Anfrage gestellt hatte. Die geplante Veräußerung von Vermögenswerten ist Teil einer umfassenderen Strategie des Unternehmens, um die finanzielle Stabilität während des Übernahmeprozesses zu gewährleisten und die Schuldenlast zu reduzieren. Der Ausgang der Übernahme von U.S. Steel bleibt jedoch ungewiss, da politische Faktoren in den USA eine entscheidende Rolle spielen könnten.
