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Indien strebt nach Lithium-Vorkommen in Argentinien und Chile

Regierungsfirmen sichern sich Explorationserlaubnisse für kritische Rohstoffe zur Förderung erneuerbarer Energien

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Indien strebt nach Lithium-Vorkommen in Argentinien und Chile

Der staatliche indische Kohleproduzent Coal India Ltd hat sein Interesse an kritischen Mineralien in Argentinien bekundet und befindet sich zudem in Gesprächen mit Vertretern Chiles, um Lithiumvorkommen zu sichern. Dies teilte V. L. Kantha Rao, der indische Ministerialsekretär für Bergbau, am Mittwoch mit. Indien versucht verstärkt, sich den Zugang zu Lithium zu sichern, das als ein entscheidender Rohstoff für die Herstellung von Batterien für Elektrofahrzeuge gilt.

Im vergangenen Jahr hatte die indische Regierung unter Premierminister Narendra Modi eine Liste von 30 Mineralien veröffentlicht, die als entscheidend für den Übergang zu sauberer Energie eingestuft werden. Zu diesen Mineralien gehören neben Lithium auch Nickel, Titan, Vanadium und Wolfram. Ziel ist es, durch den Zugang zu diesen Rohstoffen die nachhaltige Entwicklung und den Einsatz erneuerbarer Energien zu fördern.

Bei einer Industrie-Konferenz erwähnte Rao, dass Coal India sowie andere Unternehmen aktiv nach Möglichkeiten in Argentinien suchen. Bereits im Juni berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Coal India gemeinsam mit einem US-amerikanischen Unternehmen Lithiumvorkommen in Argentinien erkunde. Diese Anstrengungen sind Teil der Initiative zur Sicherung der Rohstoffversorgung im Rahmen der vom US-geführten „Minerals Security Partnership“ (MSP).

Indien, das zu den weltweit größten Emittenten von Treibhausgasen zählt, verfolgt zunehmend Abkommen mit ressourcenreichen Ländern wie Australien, Argentinien und Chile, um den Zugang zu kritischen Mineralien zu gewährleisten. Im Rahmen dieser Bemühungen spielt auch das staatliche Unternehmen Khanij Bidesh India Ltd (KABIL) eine bedeutende Rolle. Rao bestätigte, dass KABIL derzeit in Australien nach möglichen Vorkommen sucht und auch in Argentinien Fortschritte bei der Exploration macht.

In Argentinien hat KABIL die Erlaubnis erhalten, in fünf Blöcken nach kritischen Mineralien zu suchen, wobei drei dieser Blöcke einer sogenannten „nicht-invasiven“ Exploration unterzogen werden dürfen. Im Januar dieses Jahres unterzeichnete KABIL ein Abkommen über 24 Millionen US-Dollar zur Lithiumexploration in fünf Blöcken in Argentinien.

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