Scorpio Gold lässt historische Oberflächenbestände in Nevada auf Goldpotenzial untersuchen
Scorpio Gold hat SLR International mit Sonic-Bohrungen und metallurgischen Tests an historischen Oberflächenmaterialien in Manhattan (Nevada) beauftragt. Das zweistufige Programm soll die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Haufenlaugungsbereichen, Tailing

Die Scorpio Gold Corporation (Nasdaq: SGLD, TSXV: SGLD, OTCQB: SRCRF, FSE: RY9) hat ein neuartiges Untersuchungsprogramm aufgelegt, um historisch anfallende Oberflächenmaterialien am Projekt Manhattan District im US-Bundesstaat Nevada auf ihre ökonomische Nutzbarkeit hin zu evaluieren. Das Unternehmen betraute SLR International Corporation, eine international renommierte Beratungsfirma für Bergbau und Umweltfragen, mit der Umsetzung von Sonic-Bohrungen sowie metallurgischen Untersuchungen.
Im Zentrum der Betrachtung stehen vier historisch gewachsene Oberflächenanlagen: der Haufenlaugungsbereich (Heap-Leach-Bett), die Tailings-Deponieanlagen, die Abraumhalde sowie das historische Zwischenlager für geringhaltiges Material. Diese Substanzen wurden bereits in früheren Perioden gefördert und befinden sich nun an der Tagesoberfläche. Ihre räumlichen Dimensionen wurden mittels volumetrischer Modellierung auf Basis der unternehmenseigenen LiDAR-Vermessung aus 2024, historischer Höhendaten, Dichteschätzungen sowie Auflockerungsfaktoren bestimmt.
Hintergrund und strategische Tragweite
Die historische Bergbautätigkeit in Manhattan setzte mit dem Tagebau im Jahr 1980 ein, die Haufenlaugungsprozesse erstreckten sich von 1989 bis 1999. In diesem Zeitraum entstanden erhebliche Volumina an bereits abgebautem Material, das an der Oberfläche lagerte. Scorpio Golds CEO Zayn Kalyan erläuterte: „Unser Vorhaben zielt darauf ab, diese Materialien systematisch zu beziffern und eine vorläufige metallurgische Einordnung jeder Materialart zu erlangen. Da sich in Zentralnevada aktive Mühlen in LKW-Reichweite befinden, wird diese Erkenntnis dem Unternehmen dabei helfen zu beurteilen, ob dieses Material einen kommerziellen Nutzen entfalten könnte.“
Das Programm gliedert sich in zwei Phasen. In der ersten Stufe sind rund 35 vertikale Sonic-Bohrungen vorgesehen, die mit einer kettengetriebenen Sonic-Bohranlage niedergebracht werden. Die Sonic-Bohrtechnik gilt als branchenweit anerkannter Standard für die Beprobung von losem Material und liefert durchgehende, aussagekräftige Bohrkerne. Die Probenahme erfolgt in Abständen von 0,5 bis 1,0 Metern. Daran schließen sich Untersuchungen zur Kopfcharakterisierung an, darunter Gesamtgold- und Silber-Assays, LECO-Schwefelanalyse sowie Cyanid-Schütteltests.
Harrison Pokrandt, VP Exploration bei Scorpio Gold, unterstrich die strategische Bedeutung: „Junior-Explorationsunternehmen sind üblicherweise auf Kapitalerhöhungen angewiesen, um ihr Wachstum zu finanzieren; unser Programm ist darauf ausgelegt zu prüfen, ob das Oberflächenmaterial von Manhattan einen Weg über organisches Wachstum eröffnen kann.“ Das Vorhaben sei gezielt darauf ausgerichtet, die Datengrundlage – Gehalte, Rückgewinnungseigenschaften, problematische Elemente sowie Materialbeschaffenheiten – zu schaffen, die Toll-Milling-Betreiber in der Region benötigen.
Phase 2 und vorhandene Ressourcen
Sollte Phase 1 Ergebnisse hervorbringen, die auf einen möglichen wirtschaftlichen Wert hindeuten, wird SLR in Phase 2 eine Mineralressourcenschätzung für die Abraumhalde, die Tailings, den Heap-Leach-Bereich und/oder das Zwischenlager für geringhaltiges Material vornehmen. Eine solche Schätzung käme ergänzend zum bestehenden Mineralressourcenbestand des Unternehmens in Manhattan hinzu.
Der Manhattan District liegt im Walker Lane Trend in Nevada, etwa 15 Kilometer südlich der aktiven Round Mountain Gold Mine, die bereits über 15 Millionen Unzen Gold produziert hat. Historisch gesehen lieferte Manhattan rund 700.000 Unzen Gold aus hochgradigen Placer- und Lode-Betrieben, deren Aktivitäten von den späten 1890er Jahren bis Mitte der 2000er Jahre reichen.
Die erste Mineralressourcenschätzung (Maiden MRE) für die Bereiche Goldwedge und Manhattan Pit umfasst 18,343 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 1,26 g/t Gold, was insgesamt 740.000 Unzen Gold in der Kategorie „Inferred“ entspricht. Eine historische Ressourcenschätzung deckt weitere Areale ab und beinhaltet 1,652 Millionen Tonnen mit 5,89 g/t Gold, mithin 312.900 Unzen.
Wichtige Anlegerhinweise
Das in dieser Pressemitteilung beschriebene Oberflächenmaterial wurde gemäß NI 43-101 weder als Mineralressource noch als Mineralreserve eingestuft. Das Unternehmen gibt derzeit keine Angabe zur Menge oder zum Gehalt dieses Materials bekannt. Es liegen unzureichende Explorations- und Probenahmedaten vor, um eine Mineralressource zu definieren, und es ist ungewiss, ob weiterführende Explorationen dazu führen werden, dass das Material als Mineralressource abgegrenzt werden kann.
Das Unternehmen rät den Lesern, bei der Beurteilung des Potenzials dieser Materialien angemessene Zurückhaltung zu üben. Der historische Bergbau in Manhattan arbeitete unter Goldpreisen und mit Rückgewinnungstechnologien, die weniger vorteilhaft waren als die heutigen Preisniveaus und Extraktionsverfahren – ein Umstand, der das Potenzial des Projekts zusätzlich hervorhebt.
