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CFDT erwägt Proteste gegen Exxon Mobil

Möglicher Stellenabbau in Frankreich: 677 Arbeitsplätze bis 2025 gefährdet

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CFDT erwägt Proteste gegen Exxon Mobil

Die französische Gewerkschaft CFDT hat erklärt, dass sie alle Optionen für mögliche Proteste gegen Exxon Mobil in Betracht zieht. Hintergrund sind die geplanten Umstrukturierungen am Standort Port Jerome. Exxon Mobil plant, in diesem Jahr den Dampfkracher sowie die chemische Produktion an der Raffinerie Port Jerome zu schließen. Diese Maßnahmen sollen zu einem Verlust von 677 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2025 führen. Die CFDT erwägt daher, sich der seit längerer Zeit streikenden Gewerkschaft CGT anzuschließen, die bereits seit 125 Tagen am Standort protestiert.

Die CGT, eine als sehr kämpferisch geltende Gewerkschaft, hatte bereits im Vorfeld gegen die Pläne von Exxon Mobil protestiert, da diese aus ihrer Sicht zu massiven Arbeitsplatzverlusten und einer Verschlechterung der Arbeitsbedingungen führen. Exxon Mobil Chemical France hatte angekündigt, dass die Schließung des Dampfkrachers notwendig sei, da der Standort seit 2018 Verluste in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro eingefahren habe. Die Rentabilität des Standorts sei dadurch stark beeinträchtigt, und eine Fortführung der Produktion unter den aktuellen Bedingungen sei wirtschaftlich nicht tragbar.

Die Geschäftsführung von Exxon Mobil war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar, doch erwartet die CGT, dass noch am selben Tag eine offizielle Erklärung zu den geplanten Maßnahmen abgegeben wird. Der Druck auf das Management wächst, da die Streiks weiterhin anhalten und nun auch die CFDT, eine der größeren französischen Gewerkschaften, möglicherweise in den Arbeitskampf eintreten könnte.

Die Schließung der Produktionsanlagen und der Verlust von Arbeitsplätzen haben auch in der lokalen Bevölkerung Besorgnis ausgelöst, da viele Familien direkt oder indirekt von der Raffinerie abhängig sind. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Umstrukturierung könnten für die gesamte Region von Bedeutung sein, da der Standort Port Jerome als wichtiger Arbeitgeber gilt. Sollte es zu weiteren Streiks oder Protesten kommen, ist mit einer Zunahme der Spannungen zwischen den Arbeitnehmern und dem Management zu rechnen.

Die Gewerkschaftsvertreter der CGT betonen, dass die Maßnahmen von Exxon Mobil nicht nur die Arbeitnehmerrechte verletzen, sondern auch die regionale Wirtschaft gefährden könnten. Es bleibt abzuwarten, welche Schritte die CFDT und andere beteiligte Parteien in den kommenden Tagen einleiten werden, um auf die Entwicklungen zu reagieren.

Exxon GewerkschaftenStellenabbauFrankreichProteste

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