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Voestalpine zeigt Ex-Manager wegen Bilanzmanipulation an

Millionenschaden aufgedeckt – Tochterfirma in Deutschland betroffen, interne Untersuchungen abgeschlossen

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Voestalpine zeigt Ex-Manager wegen Bilanzmanipulation an

Der österreichische Stahl- und Verarbeitungskonzern Voestalpine hat aufgrund festgestellter Bilanzmanipulationen Strafanzeige gegen zwei ehemalige Manager einer deutschen Tochterfirma erstattet. Diese Tochtergesellschaft gehört zur Metal Forming Division des Unternehmens und beliefert hauptsächlich die Automobilindustrie. Die Manipulationen wurden vor wenigen Monaten entdeckt, und eine umfassende Untersuchung durch eine deutsche Rechtsanwaltskanzlei sowie ein Wirtschaftsprüfungsunternehmen folgte.

Laut Angaben von Voestalpine habe sich der Anfangsverdacht gegen die beiden ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung der deutschen Tochtergesellschaft bestätigt. Sämtliche bilanzielle Unregelmäßigkeiten wurden im Jahresabschluss 2023/24 rückwirkend korrigiert und vollständig berücksichtigt. Es wurde betont, dass es keinen Mittelabfluss gegeben habe, der das Unternehmen finanziell beeinträchtigt hätte.

Der Schaden, der durch die Fehlbuchungen entstanden ist, wird derzeit auf einen niedrigen einstelligen Millionenbetrag geschätzt. Voestalpine prüft derzeit rechtliche Schritte, um diesen Schaden geltend zu machen und entsprechende Forderungen einzutreiben. Konzernchef Herbert Eibensteiner betonte in einer Stellungnahme, dass es ihm wichtig gewesen sei, die Angelegenheit vollständig aufzuklären. Er erklärte zudem, dass der Vorfall für Voestalpine damit abgeschlossen sei und das Unternehmen den Fokus wieder auf das operative Geschäft richten könne.

Die betroffene Tochterfirma der Metal Forming Division produziert vorwiegend für große Automobilhersteller und spielt eine zentrale Rolle im Geschäftsfeld des Konzerns. Trotz der Unregelmäßigkeiten betonte das Unternehmen, dass die finanzielle Stabilität der Tochterfirma sowie des gesamten Konzerns zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei. Der Vorfall hat jedoch gezeigt, dass interne Kontrollmechanismen überarbeitet und verstärkt werden könnten, um zukünftige Vorfälle dieser Art zu vermeiden.

Voestalpine gilt als eines der führenden Unternehmen in der Stahlverarbeitung in Europa und ist besonders stark in der Automobilbranche vertreten. Der Vorfall wirft dennoch ein Schlaglicht auf die Herausforderungen, denen sich global tätige Konzerne in Bezug auf Transparenz und interne Kontrolle stellen müssen.

VoestalpineDeutschlandStahlSkandal

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