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Chevron und Shell kurz vor großen Ölförderverträgen in Venezuela

Erstmals seit Maduros Festnahme durch die USA stehen zwei Ölgiganten vor wegweisenden Vereinbarungen.

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Chevron und Shell kurz vor großen Ölförderverträgen in Venezuela

Die US-amerikanischen und britisch-niederländischen Energiekonzerne Chevron und Shell stehen kurz vor dem Abschluss bedeutender Ölförderverträge mit Venezuela. Fünf mit den Verhandlungen vertraute Insider berichteten der Nachrichtenagentur Reuters, dass die Vereinbarungen unmittelbar bevorstehen. Es wären die ersten großen Deals dieser Art seit der Festnahme von Präsident Nicolás Maduro durch die USA im Januar 2025.

Die geplanten Verträge würden beiden Unternehmen erlauben, ihre Fördermengen in begehrten venezolanischen Ölregionen erheblich zu steigern. Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Erdölreserven der Welt, leidet jedoch seit Jahrzehnten unter Misswirtschaft und massivem Unterinvestment. Die Ölindustrie des Landes ist dadurch weit unter ihrem eigentlichen Potenzial geblieben.

Trumps 100-Milliarden-Dollar-Plan für Venezuela

Die Verhandlungen fallen in den Rahmen einer von US-Präsident Donald Trump angekündigten Initiative zum Wiederaufbau der venezolanischen Ölindustrie. Das Volumen dieser Anstrengungen soll sich auf bis zu 100 Milliarden US-Dollar belaufen. Damit verbindet Washington wirtschaftliche Interessen mit geopolitischen Zielen in der Region.

Für deutsche und europäische Energiemärkte könnten solche Entwicklungen mittelfristig relevant werden. Eine steigende venezolanische Ölproduktion würde das globale Angebot erhöhen und Druck auf die Ölpreise ausüben. Shell als europäischer Konzern spielt dabei eine besondere Rolle als Brücke zwischen westlichen Investoren und dem südamerikanischen Markt.

Chevron ist bereits seit Jahren der einzige westliche Ölkonzern mit aktiver Präsenz in Venezuela, da das Unternehmen unter einer US-Sondergenehmigung operierte. Shell hingegen hatte seine Aktivitäten in dem Land weitgehend eingestellt. Ein Wiedereinstieg des britisch-niederländischen Konzerns wäre daher ein besonders starkes Signal für das Vertrauen der Industrie in die neue politische Lage.

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