Russische Ölförderung sinkt im Februar trotz Sanktionen leicht
Die russische Ölproduktion fiel im Februar um 56.000 Barrel pro Tag auf 9,184 Millionen bpd.

Russlands Ölförderung ist im Februar 2025 gegenüber dem Vormonat um rund 56.000 Barrel pro Tag (bpd) zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von etwa 0,6 Prozent auf insgesamt 9,184 Millionen bpd. Dies geht aus monatlichen OPEC-Daten hervor, die Reuters am Mittwoch vorlagen.
Trotz der umfangreichen westlichen Sanktionen infolge des Ukraine-Konflikts hält Russland seine Ölproduktion auf einem vergleichsweise stabilen Niveau. Das Land zählt nach den USA und Saudi-Arabien zu den drei größten Ölproduzenten weltweit und bleibt ein zentraler Akteur auf dem globalen Energiemarkt.
Indiengeschäft erholt sich nach US-Sanktionsausnahme
Besonders die Rohölexporte nach Indien, dem nach China zweitgrößten Abnehmer russischen Öls, hatten zuletzt unter dem Druck aus Washington gelitten. Die USA hatten indische Raffinerien zunächst unter Druck gesetzt, russisches Öl zu meiden. Anschließend gewährte Washington jedoch eine 30-tägige Sanktionsausnahme für Käufe russischen Öls, das bis zum 5. März auf Schiffe verladen wurde.
Die Ausnahmeregelung sollte einer drohenden globalen Ölknappheit entgegenwirken, die im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt entstanden war. Seit Februar haben sich die russischen Ölverkäufe nach Indien infolge dieser Ausnahme wieder erholt. Für deutsche Verbraucher und Anleger ist diese Entwicklung relevant, da sie die globalen Ölpreise und damit auch die Energiekosten in Europa beeinflusst.
