Saudi-Arabien erhöhte Ölförderung vor US-Angriff auf Iran
Das Königreich reagierte mit einem Notfallplan auf drohende Lieferausfälle aus dem Nahen Osten.

Saudi-Arabien hat seine Ölproduktion im Februar deutlich gesteigert – kurz bevor die USA und Israel am 28. Februar den Iran angriffen. Dies geht aus einem Entwurf des OPEC-Monatsberichts hervor, der Reuters vorlag. Das Königreich meldete der OPEC ein Ölangebot von 10,111 Millionen Barrel pro Tag (bpd) sowie eine Produktion von 10,882 Millionen bpd.
Im Vergleich zum Januar, als die Produktion noch bei 10,10 Millionen bpd lag, stellt dies einen spürbaren Anstieg dar. Saudi-Arabien handelte demnach im Rahmen eines vorbereiteten Notfallplans. Ziel war es, mögliche Lieferausfälle aus dem Nahen Osten abzufedern, falls ein Angriff auf den Iran die Ölversorgung der Region stören sollte.
Konflikt treibt Ölpreise in die Höhe
Der Angriff vom 28. Februar hat die Lage am Ölmarkt erheblich verändert. Der daraus resultierende Konflikt beeinträchtigte Ölexporte, erzwang Produktionsstopps und trieb die Preise nach oben. Für Anleger und Verbraucher in Deutschland sind solche Verwerfungen am Ölmarkt direkt spürbar – etwa an den Kraftstoffpreisen oder bei Energieunternehmen.
Trotz der geopolitischen Turbulenzen hält die OPEC an ihrer Nachfrageprognose fest. In dem Berichtsentwurf beließ das Ölkartell seine Erwartungen für ein relativ starkes globales Wachstum der Ölnachfrage im laufenden Jahr unverändert. Dies signalisiert, dass die Organisation die langfristigen Marktaussichten weiterhin positiv einschätzt.
