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Brent-Öl über 110 Dollar: Nahost-Angriffe schüren Energiekrise

Angriffe auf Energieanlagen im Nahen Osten treiben Ölpreise auf 119 Dollar und belasten Aktienmärkte weltweit.

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Brent-Öl über 110 Dollar: Nahost-Angriffe schüren Energiekrise

Der Ölpreis ist am Donnerstag massiv gestiegen, nachdem Angriffe auf Energieanlagen im Nahen Osten die Furcht vor einer globalen Energiekrise entfacht haben. Die internationale Referenzsorte Brent Crude kletterte zeitweise auf 119 Dollar pro Barrel, bevor sie einen Teil der Gewinne abgab. Am Donnerstagmorgen notierte Brent noch immer rund 5 Prozent im Plus.

Besonders brisant: Katar meldete, dass iranische Angriffe erhebliche Schäden in Ras Laffan verursacht haben. Dort befindet sich die weltgrößte Anlage zur Verflüssigung von Erdgas (LNG). Die europäischen Erdgas-Terminkontrakte reagierten mit einem kräftigen Kursanstieg auf diese Nachricht.

Aktienmärkte unter Druck

Die US-Aktienmärkte eröffneten schwächer und steuerten auf den zweiten Tag mit deutlichen Verlusten zu. Der Nasdaq Composite führte die Verluste mit einem Minus von 1,2 Prozent an. Belastet wurden die Märkte zusätzlich durch Fed-Chef Jerome Powell, der am Mittwoch Hoffnungen auf eine Zinssenkung in diesem Jahr gedämpft hatte.

Auch europäische und asiatische Börsen gaben nach. Der Stoxx Europe 600 drohte, seine gesamten Jahresgewinne 2026 wieder abzugeben. Die Aktienindizes in Hongkong, Japan und Südkorea verzeichneten ebenfalls Kursverluste – Regionen, die besonders stark von Öl und Gas aus dem Nahen Osten abhängig sind.

Anleiherenditen steigen, Gold gibt nach

Die steigenden Energiepreise verschärfen die Inflationssorgen und treiben die Renditen von Staatsanleihen weltweit nach oben. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen überstieg die Marke von 4,28 Prozent. Für Anleger bedeutet dies steigende Finanzierungskosten und weiteren Gegenwind für Wachstumsaktien.

Gold hingegen verlor an Glanz: Der Preis fiel unter 4.600 Dollar pro Feinunze und steuerte damit auf den sechsten Rückgang innerhalb von sieben Handelstagen zu. Die Kombination aus steigenden Anleiherenditen und einem festen Dollar belastet das Edelmetall trotz der geopolitischen Unsicherheiten.

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