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Brent-Rohöl über 110 Dollar – Börsen weltweit unter Druck

Iranische Angriffe auf Katars LNG-Anlage treiben Energiepreise und belasten globale Aktienmärkte.

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Brent-Rohöl über 110 Dollar – Börsen weltweit unter Druck

Der Brent-Rohölpreis ist am Donnerstag zeitweise auf 119 US-Dollar pro Barrel gestiegen – der höchste Stand seit Monaten. Auslöser waren Berichte aus Katar, wonach iranische Angriffe erhebliche Schäden in Ras Laffan angerichtet haben. Dort befindet sich die weltweit größte Anlage zur Produktion von Flüssigerdgas (LNG). Zwar gab Brent die extremen Gewinne teilweise wieder ab, notierte aber weiterhin deutlich oberhalb der Marke von 110 Dollar.

Die europäischen Erdgas-Futures reagierten besonders heftig auf die Meldungen. Europa bezieht einen erheblichen Teil seines Flüssiggases aus der Golfregion und ist damit besonders anfällig für Lieferstörungen aus dem Nahen Osten. Die Nachrichten aus Katar verschärfen die ohnehin angespannte Energieversorgungslage auf dem Kontinent.

Globale Aktienmärkte auf Talfahrt

Die US-Börsen eröffneten schwächer und steuern auf den zweiten Verlusttag in Folge zu. Der Nasdaq Composite führte die Verluste mit einem Minus von 1,2 Prozent an. Belastet werden die Märkte zusätzlich durch Aussagen von Fed-Chef Jerome Powell, der am Mittwoch die Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung in diesem Jahr gedämpft hatte.

Auch in Europa und Asien gaben die Märkte deutlich nach. Der Stoxx Europe 600 steht kurz davor, seine gesamten Jahresgewinne wieder abzugeben. Aktienmärkte in Hongkong, Japan und Südkorea verzeichneten ebenfalls spürbare Kursrückgänge – Regionen, die in besonderem Maße auf Öl- und Gaslieferungen aus dem Nahen Osten angewiesen sind.

Für deutsche Anleger ergibt sich damit eine doppelte Belastung: steigende Energiekosten durch den Rohölpreisanstieg sowie anhaltender Druck auf Aktienportfolios durch die restriktive Haltung der US-Notenbank. Experten beobachten die Lage in der Straße von Hormus und im Persischen Golf genau, da weitere Eskalationen die Energiemärkte zusätzlich belasten könnten.

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