Ölpreise steigen auf 110 Dollar nach Israel-Iran-Eskalation
Israelischer Angriff auf iranisches Gasfeld treibt Brent-Rohöl auf fast 110 Dollar – Fed hält Zinsen trotz Inflationsdruck stabil.

Der Nahostkonflikt hat die globalen Energiemärkte in neue Turbulenzen gestürzt. Nachdem Israel das iranische South-Pars-Gasfeld angegriffen hatte, schnellten die Ölpreise auf knapp 110 Dollar pro Barrel. Es war der erste direkte Angriff auf iranische Öl- und Gasanlagen seit Beginn des Konflikts.
Brent-Rohöl-Futures schlossen bei 107,38 Dollar pro Barrel – ein Tagesplus von 3,8 Prozent. Noch deutlicher stiegen die regionalen Benchmarks: Rohöl aus Dubai und dem Oman kletterte auf über 155 Dollar pro Barrel. Analysten werteten diese Preise als präziseren Spiegel der tatsächlichen Energiekrise im Nahen Osten.
Die Lage eskalierte weiter, als der Iran nach eigenen Vergeltungsdrohungen einen bedeutenden Energieknotenpunkt in Katar angriff und dort erhebliche Schäden verursachte. Saudi-Arabien meldete zudem den erfolgreichen Abfang von vier Raketen. Die gesamte Golfregion steht damit unter erhöhter Alarmbereitschaft.
Fed hält Kurs – trotz wachsender Inflationsrisiken
Inmitten der geopolitischen Turbulenzen hielt die US-Notenbank Federal Reserve die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert. Fed-Chef Jerome Powell warnte jedoch, dass der Ölpreisschock infolge des Iran-Krieges den Preisdruck erhöhen und das Wirtschaftswachstum spürbar beeinträchtigen könnte.
Diese Sorgen werden durch aktuelle Wirtschaftsdaten untermauert. Die Erzeugerpreisinflation für Februar fiel höher aus als von Analysten erwartet, was die Inflationserwartungen weiter nach oben treibt. Für deutsche Anleger bedeutet dies: Energiepreise und Zinspolitik bleiben auf absehbare Zeit die dominierenden Marktfaktoren.
