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Brent-Öl springt auf 119 Dollar – Weltbörsen unter Druck

Iranische Angriffe auf Katars LNG-Anlage Ras Laffan treiben Energiepreise in die Höhe und erschüttern die globalen Aktienmärkte.

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Brent-Öl springt auf 119 Dollar – Weltbörsen unter Druck

Der Brent-Rohölpreis ist am Donnerstag kurzzeitig auf 119 US-Dollar pro Barrel gestiegen, nachdem iranische Angriffe die weltgrößte Flüssigerdgas-Anlage in Ras Laffan, Katar, massiv beschädigt haben. Trotz einer leichten Korrektur notierte die internationale Referenzsorte am Morgen noch rund 5 Prozent im Plus. Die Meldung löste an den globalen Energiemärkten Schockwellen aus.

Gleichzeitig schossen die Futures für europäisches Erdgas in die Höhe. Ras Laffan gilt als das Herzstück der globalen LNG-Versorgung – ein Ausfall dort trifft besonders Europa und Asien hart, die stark von Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängig sind. Für deutsche und europäische Verbraucher könnte dies erneut steigende Energiekosten bedeuten.

Weltbörsen auf breiter Front unter Druck

Die US-Aktienmärkte eröffneten schwächer und steuern damit auf den zweiten Verlusttag in Folge zu. Der Nasdaq Composite führte die Abwärtsbewegung mit einem Minus von 1,2 Prozent an. Belastet wurden die Märkte zusätzlich durch Fed-Chef Jerome Powell, der am Mittwoch Hoffnungen auf eine baldige Zinssenkung in diesem Jahr gedämpft hatte.

Auch die europäischen und asiatischen Börsen gaben nach. Der Stoxx Europe 600 drohte, seine gesamten Jahresgewinne zu verlieren. Kursrückgänge verzeichneten zudem die Aktienindizes in Hongkong, Japan und Südkorea – allesamt Regionen mit hoher Abhängigkeit von Energielieferungen aus dem Nahen Osten.

Inflationssorgen treiben Anleiherenditen nach oben

Der Energiepreisschock verschärft die Inflationssorgen weltweit. Die Renditen von Staatsanleihen stiegen global an, da höhere Energiepreise die Teuerung erneut anheizen könnten. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen kletterte weiter über die Marke von 4,28 Prozent – ein Niveau, das Investoren zunehmend nervös macht.

Für Anleger ergibt sich damit eine schwierige Gemengelage: steigende Energiepreise, hartnäckige Inflation und eine restriktive Geldpolitik der US-Notenbank belasten gleichzeitig Aktien- und Anleihemärkte. Besonders exportabhängige europäische Unternehmen sowie energieintensive Branchen dürften unter dem Druck leiden.

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