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Aluminiumaktien steigen nach iranischen Angriffen auf Golfanlagen stark

Iranische Raketen- und Drohnenangriffe beschädigen wichtige Schmelzhütten – Aluminiumpreise nähern sich Vierjahreshoch.

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Aluminiumaktien steigen nach iranischen Angriffen auf Golfanlagen stark

Die Aluminiumpreise sind am Montag auf 3.440,25 US-Dollar pro Tonne geklettert und nähern sich damit ihren Vierjahreshochs. Auslöser sind iranische Angriffe auf Aluminiumanlagen in der Golfregion, die rund 9 Prozent der weltweiten Produktion verantworten. Der Referenzpreis für Dreimonats-Aluminium an der London Metal Exchange (LME) reagierte damit auf erhebliche Produktionsausfälle bei zwei der bedeutendsten Schmelzhütten der Region.

Betroffen sind Emirates Global Aluminium und Aluminium Bahrain. Emirates Global Aluminium meldete erhebliche Schäden an seinem Standort nach Raketen- und Drohnenangriffen. Aluminium Bahrain, Betreiber einer der weltgrößten Schmelzhütten, bestätigte, die Auswirkungen der Angriffe zu prüfen, und teilte mit, dass zwei Mitarbeiter verletzt wurden.

Die Lage wird durch die faktische Schließung der Straße von Hormus zusätzlich verschärft. Die wichtige Meerenge blockiert die üblichen Handelswege und schränkt das verfügbare Angebot auf den Weltmärkten weiter ein. Für Produzenten in der Golfregion bedeutet dies einen doppelten Schlag: beschädigte Anlagen und blockierte Exportrouten.

Bergbauaktien profitieren deutlich

Die Angebotsverknappung beflügelt die Aktien großer Aluminiumproduzenten weltweit. Rio Tinto legte im Londoner Handel um 3,5 Prozent auf 6.771 Pence zu. In den USA kletterte Alcoa im vorbörslichen Handel um 7,9 Prozent auf 63 US-Dollar, während Century Aluminum vorbörslich sogar 8,5 Prozent gewann.

Auch der russische Aluminiumproduzent Rusal profitierte von der Situation und verzeichnete ein Plus von 3,9 Prozent. Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen besonders relevant, da Aluminium als Schlüsselrohstoff für die Automobil-, Bau- und Verpackungsindustrie gilt. Eine anhaltende Angebotsverknappung dürfte die Produktionskosten in diesen Sektoren spürbar erhöhen.

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