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USA setzen Benzinvorschriften aus: Kraftstoffpreise steigen um 30 Prozent

Die Trump-Regierung reagiert auf massiv steigende Spritpreise infolge des Iran-Krieges mit einer Lockerung der Ethanolvorschriften.

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USA setzen Benzinvorschriften aus: Kraftstoffpreise steigen um 30 Prozent

Die US-Umweltschutzbehörde EPA hat am Mittwoch vorübergehend Bundesvorschriften für Benzinsorten ausgesetzt. Hintergrund ist ein dramatischer Preisanstieg an den amerikanischen Zapfsäulen, der durch den US-Krieg gegen den Iran ausgelöst wurde. Die Maßnahmen treten am 1. Mai in Kraft und gelten zunächst bis zum 20. Mai, können jedoch verlängert werden.

Konkret hebt die EPA die Beschränkungen für den Verkauf von E15-Benzin auf – einem Kraftstoff mit einem Ethanolanteil von 15 Prozent. In rund der Hälfte der US-Bundesstaaten war der Verkauf von E15 bislang zwischen Juni und September aus Gründen des Luftschutzes verboten. Zusätzlich beseitigt die Behörde alle bundesstaatlichen Hindernisse für den Verkauf von E10-Benzin mit einem Ethanolgehalt von 10 Prozent und setzt die Durchsetzung bestimmter staatlicher Kraftstoffanforderungen aus.

Dadurch wird die Produktion und der Vertrieb von Benzin mit einem Ethanolgehalt zwischen 9 und 15 Prozent ermöglicht. Die Regierung erhofft sich durch das erweiterte Kraftstoffangebot eine Entspannung an den Zapfsäulen.

Benzinpreise auf höchstem Stand seit 2022

Die Daten des Reiseverbands AAA belegen das Ausmaß der Preiskrise: Benzin ist seit Beginn des US-Krieges gegen den Iran um mehr als 30 Prozent auf 3,98 US-Dollar pro Gallone gestiegen. Das entspricht umgerechnet etwa 1,05 US-Dollar pro Liter – in den USA historisch ein sehr hoher Wert. Die Preise befinden sich damit auf dem höchsten Niveau seit 2022, als der russische Einmarsch in die Ukraine die globalen Energiemärkte erschütterte.

Noch drastischer fällt der Anstieg beim Diesel aus: Der Kraftstoff, der Lastwagen und Güterzüge antreibt und damit die gesamte Lieferkette der US-Wirtschaft befeuert, hat sich um mehr als 40 Prozent auf 5,37 US-Dollar pro Gallone verteuert. Steigende Transportkosten dürften mittelfristig auch die Verbraucherpreise erhöhen und die Inflation anheizen.

Energieminister Chris Wright kündigte am Montag gegenüber dem Fernsehsender CNBC an, dass die Regierung zusätzliche Pläne zur Erhöhung des Dieselangebots verfolge. Details nannte er zunächst nicht. Für deutsche Anleger und Unternehmen mit US-Engagement ist die Entwicklung relevant, da höhere Energiepreise die Gewinnmargen amerikanischer Unternehmen belasten und die US-Konjunktur bremsen könnten.

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