Auswärtiges Amt warnt dringend vor Reisen nach Kuba
Wegen einer akuten Energiekrise und eingeschränkter medizinischer Versorgung rät Berlin deutschen Urlaubern von Kuba-Reisen ab.

Das Auswärtige Amt hat am Mittwoch eine dringende Reisewarnung für Kuba herausgegeben. Grund ist eine schwere Energiekrise, die das gesamte karibische Land erfasst hat und die Versorgungslage massiv verschlechtert. Besonders die medizinische Infrastruktur ist nach Angaben des Ministeriums erheblich eingeschränkt.
Deutsche Staatsbürger müssen laut dem Reisehinweis jederzeit mit weiteren kurzfristigen Einschränkungen rechnen. Auch Flug- und Hotelkapazitäten seien begrenzt, was Reisende im Notfall in ernsthafte Schwierigkeiten bringen könnte. Das Ministerium empfiehlt daher, auf Reisen in das Land vollständig zu verzichten.
Dramatischer Stromausfall erschüttert die Insel
Die Warnung folgt auf einen landesweiten Stromausfall, der Kuba diese Woche für rund 29 Stunden lahmlegte. Ein derart flächendeckender Blackout hat weitreichende Folgen für Krankenhäuser, Wasserversorgung und Lebensmittellagerung. Für Touristen bedeutet dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko.
Die Lage auf Kuba wird zusätzlich durch die verschärfte Politik von US-Präsident Donald Trump belastet. Washington hat die Ölverkäufe an Kuba gestoppt und die Rhetorik gegenüber der kommunistisch regierten Insel deutlich verschärft. Der damit verbundene Rückgang der Energielieferungen gilt als wesentlicher Treiber der aktuellen Krise.
Für deutsche Urlauber, die Kuba als Reiseziel planen, empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes unter auswaertiges-amt.de. Bereits gebuchte Reisen sollten mit dem jeweiligen Reiseveranstalter besprochen werden, da in solchen Fällen unter Umständen kostenfreie Stornierungen möglich sind.
