Kubas Stromnetz kollabiert: 10 Millionen Menschen ohne Strom
Der staatliche Netzbetreiber bestätigt den vollständigen Zusammenbruch der nationalen Stromversorgung am Montag.

Kubas nationales Stromnetz ist am Montag vollständig zusammengebrochen. Der staatliche Netzbetreiber bestätigte den Totalausfall, von dem rund 10 Millionen Menschen betroffen sind. Der karibische Inselstaat kämpft seit Monaten mit einer schweren Energiekrise.
Eine von den USA verhängte Ölblockade verschärft die ohnehin angespannte Lage erheblich. Ohne ausreichende Öllieferungen kann Kuba seine alternden Kraftwerke nicht in Betrieb halten. Das marode Energiesystem der Insel war bereits vor dem aktuellen Totalausfall regelmäßig von stundenlangen Stromabschaltungen betroffen.
Die Abhängigkeit Kubas von Ölimporten macht das Land besonders anfällig für externe Druckmittel. Die US-Sanktionen treffen die kubanische Bevölkerung damit direkt im Alltag. Internationale Beobachter warnen vor einer humanitären Verschlechterung der Lage.
Globale Energiemärkte unter Druck
Der Stromausfall auf Kuba fällt in eine Phase globaler Energiespannungen. Die Ölpreise sind zuletzt um über zwei Prozent gestiegen, Brent-Rohöl notiert über 100 US-Dollar je Barrel. Anhaltende Sorgen um iranische Lieferungen treiben die Preise weiter nach oben.
Für deutsche Anleger und Verbraucher sind diese Entwicklungen relevant, da steigende Rohölpreise auch hierzulande Auswirkungen auf Energiekosten und Inflation haben können. Die Lage in Kuba verdeutlicht zudem, wie politische Konflikte und Sanktionen Energieversorgungssysteme destabilisieren können. Auch an den Finanzmärkten sorgen geopolitische Spannungen weiterhin für Volatilität.
