EPA hebt Ethanol-Beschränkungen für E15-Benzin vor Sommersaison auf
Die US-Umweltbehörde EPA suspendiert ab 1. Mai die Sommerverkaufsbeschränkungen für E15-Kraftstoff für zunächst 20 Tage.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA setzt die saisonalen Beschränkungen für den Verkauf von E15-Benzin aus. Die befristete Ausnahmeregelung tritt am 1. Mai in den meisten US-Bundesstaaten in Kraft und gilt zunächst für einen Zeitraum von 20 Tagen – pünktlich zum Beginn der Sommer-Reisesaison.
E15 ist ein Kraftstoffgemisch mit einem Ethanolanteil von 15 Prozent. In den Sommermonaten ist dessen Verkauf regulär eingeschränkt, da der Kraftstoff schneller verdunstet als herkömmliches Benzin mit niedrigerem oder ohne Ethanolanteil. Diese erhöhte Verdunstungsrate trägt zur Smogbildung bei und belastet die Luftqualität.
Geopolitischer Druck treibt Kraftstoffpreise
Hintergrund der EPA-Entscheidung ist die angespannte Lage auf den globalen Energiemärkten. Der Konflikt mit dem Iran hat die Energielieferungen aus dem Persischen Golf unterbrochen und die weltweiten Kraftstoffpreise deutlich in die Höhe getrieben. Für US-Verbraucher bedeutet das spürbar höhere Preise an den Zapfsäulen.
Für Präsident Trump sind die steigenden Benzinpreise zu einer politischen Belastung geworden. Mit den Zwischenwahlen im Herbst im Blick sucht die Regierung nach Wegen, die Kosten für Autofahrer zu begrenzen. E15 ist in der Produktion günstiger als herkömmliches Benzin, was den Kraftstoff für Verbraucher attraktiver macht.
Ausnahmeregelungen für E15 haben sich im vergangenen Jahrzehnt zu einem bewährten Instrument des Weißen Hauses entwickelt. Regierungen unterschiedlicher Couleur haben diesen Hebel genutzt, um kurzfristig Druck auf die Kraftstoffpreise zu mindern. Ob die Maßnahme diesmal ausreicht, um die Preise spürbar zu senken, bleibt abzuwarten.
