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USA-Iran-Konflikt: So reagieren Öl, Gold und Devisenmärkte

Der eskalierende Konflikt zwischen den USA und dem Iran versetzt Finanzmärkte weltweit in Alarmbereitschaft.

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USA-Iran-Konflikt: So reagieren Öl, Gold und Devisenmärkte

Die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran treiben die Nervosität an den globalen Finanzmärkten auf ein neues Niveau. Teheran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel, während benachbarte Golfstaaten in höchste Alarmbereitschaft versetzt wurden. Analysten und Investoren weltweit beobachten die Lage mit wachsender Sorge.

Der Ölpreis gilt dabei als wichtigstes Barometer für die Spannungen im Nahen Osten. Iran ist ein bedeutender Produzent und liegt der ölreichen Arabischen Halbinsel gegenüber – getrennt durch die Straße von Hormus, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots fließen. Bereits am Freitag wurde die Sorte Brent bei rund 73 US-Dollar pro Barrel gehandelt, was einem Anstieg von einem Fünftel im bisherigen Jahresverlauf entspricht.

Ölpreise könnten auf 100 Dollar klettern

Einige Ölkonzerne und führende Handelshäuser setzten aufgrund der Angriffe Rohöl- und Treibstofflieferungen durch die Straße von Hormus bereits aus. William Jackson, Chefökonom für Schwellenländer bei Capital Economics, warnt: Selbst bei einer Begrenzung des Konflikts könnte Brent auf rund 80 Dollar steigen. Bei einem langwierigen Konflikt mit Angebotsunterbrechungen seien sogar 100 Dollar pro Barrel möglich – was die weltweite Inflation um 0,6 bis 0,7 Prozentpunkte erhöhen würde.

Die Volatilität an den globalen Märkten dürfte durch den Konflikt weiter zunehmen. Der Volatilitätsindex VIX ist in diesem Jahr bereits um ein Drittel gestiegen, die implizite Volatilität von US-Anleihen liegt 15 Prozent höher. Hintergrund sind neben dem Nahostkonflikt auch Trumps Zollpolitik und ein massiver Ausverkauf im Technologiesektor.

Sichere Häfen gefragt: Gold und Schweizer Franken

Auf den Devisenmärkten erwarten Analysten der Commonwealth Bank of Australia (CBA) zunächst einen Rückgang des Dollar-Index um etwa ein Prozent – ähnlich wie während des zwölftägigen Krieges im Iran im vergangenen Juni. Sollte der Konflikt jedoch länger andauern und die Ölversorgung unterbrechen, dürfte der US-Dollar gegenüber den meisten Währungen zulegen. Ausnahmen bilden der japanische Yen und der Schweizer Franken als klassische Krisenwährungen.

Der israelische Schekel steht besonders unter Druck. Er fiel zu Beginn des Juni-Krieges um fünf Prozent, erholte sich jedoch rasch wieder. JPMorgan warnt, dass es diesmal anders kommen könnte, falls sich der Konflikt als hartnäckiger erweist und auch Operationen gegen iranische Stellvertreter intensiviert werden.

Gold, das 2026 bereits um 22 Prozent gestiegen ist, dürfte weiter als sicherer Hafen gefragt sein. Auch Silber verzeichnet eine starke Erfolgsserie. US-Staatsanleihen könnten ebenfalls von erhöhter Nachfrage profitieren, deren Renditen zuletzt bereits gesunken sind.

Golfbörsen und Fluggesellschaften unter Druck

Einen ersten Stimmungstest liefern die Börsen im Nahen Osten, die am Sonntag öffneten – darunter Saudi-Arabien und Katar. Der saudische Leitindex TASI fiel in den fünf Tagen bis Donnerstag bereits um 1,3 Prozent. Ryan Lemand, CEO von Neovision Wealth Management, rechnet je nach Ausmaß des Konflikts mit Kursrückgängen von bis zu fünf Prozent bei Golfaktien.

Globale Fluggesellschaften strichen am Samstag Flüge im gesamten Nahen Osten – ihre Aktien könnten unter erheblichen Druck geraten, wenn weitere Luftraumsperrungen folgen. Europäische Rüstungskonzerne hingegen, die in diesem Jahr bereits um zehn Prozent gestiegen sind, könnten von einer erhöhten Rüstungsnachfrage profitieren. Bitcoin hingegen verlor am Samstag zwei Prozent und hat in zwei Monaten mehr als ein Viertel seines Wertes eingebüßt – ein Zeichen, dass die Kryptowährung nicht als sicherer Hafen gilt.

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