Pemex reduziert Verluste im vierten Quartal 2025 deutlich
Der mexikanische Staatskonzern Pemex meldet einen stark gesunkenen Nettoverlust – doch die Schuldenlast bleibt erdrückend.

Der mexikanische Staatsölkonzern Pemex hat seine Verluste im vierten Quartal 2025 massiv reduziert. Der Nettoverlust belief sich auf 155,23 Millionen Pesos (rund 8,62 Millionen US-Dollar), wie aus einer Pflichtmitteilung an die mexikanische Börse hervorgeht. Im Vergleichsquartal des Vorjahres hatte der Verlust noch 350,46 Milliarden Pesos betragen – eine dramatische Verbesserung.
Diese Trendwende ist jedoch nicht ohne staatliche Hilfe zu erklären. Pemex erhielt im vergangenen Jahr staatliche Unterstützung in Höhe von 395,3 Milliarden Pesos. Trotz dieser massiven Subventionierung schloss der Konzern das Jahr 2025 mit Finanzschulden von 85,2 Milliarden US-Dollar sowie Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten von weiteren 24,18 Milliarden Dollar ab.
Hohe Schuldenlast bleibt kritische Herausforderung
Allein in diesem Jahr stehen Schuldenrückzahlungen von 13,4 Milliarden US-Dollar an. Pemex zählt damit zu den am höchsten verschuldeten Ölkonzernen der Welt. Der operative Betrieb bleibt durch Budgetbeschränkungen und die anhaltend hohe Schuldenlast erheblich eingeschränkt.
Bei der Rohölproduktion zeigt sich kaum Bewegung. Zusammen mit seinen Partnern förderte Pemex im vierten Quartal 2025 durchschnittlich 1,65 Millionen Barrel Rohöl und Kondensate pro Tag – ein Niveau, das weitgehend dem Vorjahreszeitraum entspricht. Das ehrgeizige Produktionsziel der mexikanischen Regierung von 1,8 Millionen Barrel pro Tag bleibt damit unerreicht. Pemex kämpft seit Jahren damit, die rückläufige Förderung aus alternden Feldern im Golf von Mexiko zu kompensieren.
Raffinerieausbau als strategische Priorität
Ein zentrales Ziel der Regierung ist die Reduzierung der Abhängigkeit von Kraftstoffimporten. Pemex lieferte zuletzt durchschnittlich 1,14 Millionen Barrel Rohöl pro Tag an die eigenen Raffinerien – gegenüber 786.000 Barrel pro Tag im Vorjahresquartal ein deutlicher Anstieg. Dieser Zuwachs spiegelt die verstärkten Investitionen in die heimische Raffineriekapazität wider.
Die neue Raffinerie im Hafen von Dos Bocas sowie umfangreiche Investitionen in die veraltete Infrastruktur sollen die Importabhängigkeit langfristig senken. Gleichzeitig will Pemex seine Rohölexporte – die traditionell zu einem großen Teil an US-Raffinerien gehen – schrittweise reduzieren. Ob diese Strategie den finanziellen Druck auf den Konzern nachhaltig mindern kann, bleibt angesichts der Schuldensituation offen.
