Stromausfall bremst Produktion im Johan-Sverdrup-Ölfeld
Wiederaufnahme erreicht zwei Drittel Kapazität, Reparaturen laufen weiter

Die Produktion im Johan-Sverdrup-Ölfeld in der Nordsee, betrieben von Equinor, wurde nach einem Stromausfall wieder aufgenommen und erreichte am Dienstagmorgen etwa zwei Drittel der Kapazität. Der Ausfall, der am Montag zur Unterbrechung der Förderaktivitäten führte, wurde durch eine Überhitzung in einer elektrischen Umspannstation in Kårstø im Südwesten Norwegens verursacht. Laut einer Sprecherin von Equinor waren Reparaturarbeiten an der Station im Gange, um die volle Förderkapazität wiederherzustellen.
Das Johan-Sverdrup-Ölfeld ist das größte seiner Art in Westeuropa. Die Unterbrechung der Produktion hatte zu einem Anstieg der globalen Ölpreise geführt, während die Wiederaufnahme der Förderung am Dienstag einen leichten Rückgang der Ölpreise zur Folge hatte. Equinor betonte, dass keine Hinweise auf eine absichtliche Handlung im Zusammenhang mit dem Vorfall vorliegen.
Im Oktober hatte Equinor bekannt gegeben, dass das Ölfeld eine Spitzenkapazität von rund 755.000 Barrel Öläquivalent pro Tag erreiche. Diese Kapazität werde jedoch voraussichtlich ab Anfang des nächsten Jahres schrittweise abnehmen. Equinor hält einen Anteil von 42,63 % an der Förderlizenz, während Aker BP 31,57 %, die staatliche norwegische Petoro 17,36 % und TotalEnergies aus Frankreich 8,44 % besitzen.
Die Bedeutung des Ölfelds für die Energieversorgung Europas wird durch die Ereignisse der vergangenen Tage erneut unterstrichen. Trotz der Störungen arbeitet Equinor mit Hochdruck daran, die volle Produktionskapazität schnellstmöglich wiederherzustellen.
