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Ölpreise sinken deutlich zum Wochenausklang

Schwache Nachfrage aus China und gedämpfte US-Zinssenkungserwartungen belasten den Markt.

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Ölpreise sinken deutlich zum Wochenausklang

Ölpreise verzeichneten am Freitag einen Rückgang und steuerten auf einen wöchentlichen Verlust zu. Grund hierfür sind Befürchtungen über eine sinkende Nachfrage aus China sowie Erwartungen einer geringeren Zahl an Zinssenkungen durch die US-Notenbank. Die Brent-Rohöl-Futures fielen um 97 Cent oder 1,34 % auf 71,59 US-Dollar pro Barrel. Die Futures für US-West Texas Intermediate (WTI) sanken um 94 Cent oder 1,37 % auf 67,76 US-Dollar pro Barrel. Im Wochenvergleich wird erwartet, dass Brent um 3 % und WTI um fast 4 % nachgeben.

Daten des Nationalen Statistikbüros in China zeigen, dass die chinesischen Ölraffinerien im Oktober 4,6 % weniger Rohöl verarbeitet haben als im Vorjahr. Gründe hierfür sind unter anderem Stilllegungen von Anlagen und niedrigere Betriebskapazitäten bei kleineren unabhängigen Raffinerien. Zudem hat sich das Wachstum der industriellen Produktion in China im vergangenen Monat verlangsamt. Die anhaltenden Probleme im Immobiliensektor des Landes tragen ebenfalls zu den Sorgen der Investoren über die wirtschaftliche Gesundheit des weltweit größten Rohölimporteurs bei.

Laut Tamas Varga, Analyst bei PVM, verdeutlichen die rückläufigen Raffinerie-Durchsatzmengen die aktuellen Schwächen des chinesischen Ölsektors. Im Oktober ging der Durchsatz bereits den siebten Monat in Folge zurück. Parallel dazu erklärte der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, dass es derzeit keinen dringenden Bedarf für schnelle Zinssenkungen gebe. Eine langsamere Senkung der Zinssätze könnte jedoch das Wirtschaftswachstum bremsen, was wiederum die Nachfrage nach Treibstoffen einschränken würde.

Ein weiterer Einflussfaktor für die schwachen Ölpreise in dieser Woche sind die Berichte führender Prognoseinstitute, die auf ein verlangsamtes globales Nachfragewachstum hinweisen. Die Internationale Energieagentur prognostiziert, dass das weltweite Ölangebot bis 2025 die Nachfrage um mehr als eine Million Barrel pro Tag übersteigen könnte, selbst wenn die Kürzungen der OPEC+ weiterhin bestehen bleiben. Zudem hat die OPEC ihre Prognose für das globale Nachfragewachstum sowohl für das laufende Jahr als auch für 2025 gesenkt.

Ein leichter Stützeffekt für die Ölpreise kam durch einen Rückgang der US-Benzinbestände um 4,4 Millionen Barrel in der vergangenen Woche zustande, den niedrigsten Stand seit November 2022, wie die US-Energieinformationsbehörde mitteilte. Dies konnte den Anstieg der Rohölvorräte um 2,1 Millionen Barrel teilweise ausgleichen. Laut Varga hätte der Ölmarkt ohne diese Bestandsdaten wohl noch stärker nachgegeben. Benzinbestände trugen dazu bei, die Preisentwicklung insgesamt zu stabilisieren.

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