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Chinas Ölversorgung unter Druck durch neue US-Sanktionen

Trumps „Maximum Pressure“-Politik bedroht günstige Rohöl-Importe iranischer Herkunft

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Chinas Ölversorgung unter Druck durch neue US-Sanktionen

China steht vor der Herausforderung, weiterhin günstiges iranisches Rohöl zu importieren, nachdem Donald Trump die Präsidentschaftswahlen gewonnen hat und ab Januar seine "Maximum Pressure"-Politik gegen den iranischen Ölsektor wieder aufnehmen könnte. Diese Strategie, die im Jahr 2018 erstmals umgesetzt wurde, führte damals zu einem Stopp iranischer Ölexporte nach Indien, Japan und Südkorea. Analysten erwarten, dass verschärfte Sanktionen auf den iranischen Ölsektor die Kosten für chinesische Importe erhöhen könnten, was den Raffineriesektor belastet, der bereits mit niedriger Nachfrage und engen Margen zu kämpfen hat. Vor allem unabhängige Raffinerien, auch als "Teapots" bekannt, wären betroffen.

Seit 2019 beziehen die "Teapots" iranisches Öl zu reduzierten Preisen, nachdem Chinas staatliche Ölunternehmen aufgrund der US-Sanktionen Vorsicht walten ließen. Durch den Kauf von billigem iranischem Rohöl konnten diese Raffinerien Milliarden einsparen und Chinas Position als Hauptabnehmer von iranischem Öl stärken. Ein Netzwerk von Mittelsmännern und die Nutzung des chinesischen Yuan anstelle des Dollars helfen, den Handel zu verschleiern und die Kontrolle durch US-Behörden zu erschweren.

Im vergangenen Monat erweiterte Washington die Sanktionen gegen Iran und nahm Maßnahmen gegen sogenannte "Dark Fleet"-Schiffe, die iranisches Öl transportieren, ins Visier. Diese Schiffe versuchen, die Herkunft der Fracht zu verschleiern. Der Handel mit iranischem Öl wurde dadurch verlangsamt, insbesondere bei Transfers von Schiff zu Schiff, die häufig genutzt werden, um die wahre Herkunft der Öllieferungen zu verbergen. Ein Manager eines unabhängigen Händlers, der anonym bleiben wollte, äußerte Bedenken, dass weitere Einschränkungen bei den Transportmöglichkeiten zu zusätzlichen Schwierigkeiten für den Handel führen könnten.

Trotz verschärfter Sanktionen konnte China jedoch seine Importe von iranischem Öl zwischen Januar und Oktober um rund 30 Prozent steigern. Eine verstärkte Aktivität der "Dark Fleet" unterstützt dabei den Handel, so Analysten. Emma Li von Vortexa Analytics, einem Unternehmen, das Irans Öllieferungen verfolgt, bemerkte, dass sich wesentliche Änderungen erst zeigen könnten, wenn beispielsweise auch Banken auf die Sanktionsliste gesetzt würden. Chinesische Raffinerien sind jedoch bereits jetzt mit geringen Margen konfrontiert, und einige "Teapots" operieren mit Verlusten, was die Auswirkungen einer möglichen Verschärfung der Sanktionen noch verstärken könnte.

Peking verteidigt seine Ölgeschäfte mit Iran als legitim und im Einklang mit dem internationalen Recht. Die Abhängigkeit von billigem iranischem Öl hat China ermöglicht, seinen Bedarf zu decken und gleichzeitig Kosten zu senken, was sich durch eine Verschärfung der Sanktionen ändern könnte.

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