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OPEC+ verzögert Ölförderungserhöhung um einen Monat

Wichtige Woche für Ölpreise: Wahlen, Zentralbanken und geopolitische Spannungen

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OPEC+ verzögert Ölförderungserhöhung um einen Monat

Die Ölpreise sind zu Wochenbeginn um mehr als 2 % gestiegen, nachdem die OPEC+ beschlossen hat, die geplante Produktionssteigerung um einen Monat zu verschieben. Dies erfolgt in einer entscheidenden Woche für die Weltwirtschaft, die neben der Präsidentschaftswahl in den USA auch wichtige politische Entscheidungen in China umfasst. Der Preis für Brent-Rohöl stieg um 1,81 US-Dollar pro Barrel auf 74,91 US-Dollar, was einem Anstieg von 2,5 % entspricht. Der US-Ölpreis für West Texas Intermediate (WTI) legte um 1,86 US-Dollar pro Barrel auf 71,35 US-Dollar zu, was einem Zuwachs von 2,7 % entspricht.

Am Sonntag teilte die OPEC+ mit, dass sie ihre Produktionskürzung von 2,2 Millionen Barrel pro Tag (bpd) um einen weiteren Monat verlängern wird. Ursprünglich war geplant, die Produktion im Oktober wieder anzuheben, doch sinkende Preise und eine schwache Nachfrage führten zur Verschiebung auf Dezember. Die Gruppe, zu der die Organisation erdölexportierender Länder sowie Russland und andere Verbündete gehören, sollte eigentlich die Förderung ab Dezember um 180.000 Barrel pro Tag erhöhen.

UBS-Analyst Giovanni Staunovo erklärte, dass die Entscheidung der OPEC+ in Anbetracht der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten getroffen wurde. Die Gruppe wolle vor der Erhöhung der Fördermenge mehr Klarheit über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Zinssenkungen in den USA sowie der Lockerung der Finanz- und Geldpolitik in China gewinnen. Zudem wird erwartet, dass sich die OPEC+ Klarheit über die nächsten Schritte des zukünftigen US-Präsidenten verschaffen möchte sowie über die Einhaltung der Produktionslimits durch jene Länder, die in der Vergangenheit über ihre Obergrenzen hinaus gefördert hatten.

Die OPEC+ plant, die Förderkürzung von 2,2 Millionen Barrel pro Tag in den kommenden Monaten schrittweise zurückzunehmen. Weitere Produktionskürzungen in Höhe von 3,66 Millionen Barrel pro Tag sollen jedoch bis Ende 2025 bestehen bleiben. Die Preise für Brent und WTI waren in der vergangenen Woche aufgrund eines Rekordoutputs in den USA um etwa 4 % bzw. 3 % gesunken, legten jedoch am Freitag wieder zu, nachdem Berichte auf mögliche Angriffe Irans auf Israel hinwiesen.

Diese Woche wird auch mit Spannung die Präsidentschaftswahl in den USA erwartet. Umfragen zeigen ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der amtierenden Vizepräsidentin Kamala Harris und dem ehemaligen Präsidenten Donald Trump. Ökonomen rechnen zudem am Donnerstag mit einer Zinssenkung der US-Notenbank um 25 Basispunkte. In China tagt der Ständige Ausschuss des Nationalen Volkskongresses bis Freitag, und es wird erwartet, dass zusätzliche Konjunkturmaßnahmen zur Stärkung der schwächelnden Wirtschaft beschlossen werden, wobei ein Großteil zur Reduzierung der kommunalen Schulden verwendet werden könnte.

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