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Ölpreise erholen sich nach US-Reserven-Kaufplan leicht

Schwache Nachfrageprognosen und geopolitische Spannungen belasten dennoch den Markt

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Ölpreise erholen sich nach US-Reserven-Kaufplan leicht

Die Ölpreise verzeichneten am Dienstag einen leichten Anstieg, nachdem sie in der vorherigen Sitzung um sechs Prozent gefallen waren. Grund für die Erholung sind Pläne der USA, Öl für ihre strategische Erdölreserve (SPR) aufzukaufen, die einen gewissen Auftrieb für den Markt bedeuteten. Brent-Rohöl stieg um 63 Cent auf 72,05 US-Dollar pro Barrel, was einem Plus von 0,88 Prozent entspricht, während das US-Öl West Texas Intermediate um 58 Cent auf 67,37 US-Dollar je Barrel zulegte, was einem Zuwachs von 0,86 Prozent entspricht.

Am Montag waren beide Kontrakte auf den niedrigsten Stand seit dem 1. Oktober gefallen, nachdem ein israelischer Vergeltungsschlag gegen den Iran am Wochenende die Öl-Infrastruktur des Landes verschont hatte. Da weder Israel noch Iran eine Eskalation des Konflikts nach dem Angriff erwarten ließen, rückten die Sorgen der Investoren über eine schwächelnde globale Nachfrage nach Öl in den Vordergrund, sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr.

John Evans, Analyst beim Ölbroker PVM, bemerkte, dass Israel wahrscheinlich seine Operationen auf Stellvertreter beschränken werde, um die Eskalation direkt gegen den Iran zu vermeiden. Dennoch bleibt die Lage im Nahen Osten angespannt. Der iranische Außenministeriumssprecher Esmaeil Baghaei erklärte am Montag, dass der Iran alle verfügbaren Mittel nutzen werde, um auf den israelischen Angriff vom Wochenende zu reagieren. Die USA warnten den Iran vor „ernsten Konsequenzen“ im Falle weiterer aggressiver Handlungen gegen Israel oder US-Personal in der Region.

Die USA gaben am Montag bekannt, dass sie bis zu drei Millionen Barrel Öl für die SPR kaufen möchten, mit Lieferungen bis Mai nächsten Jahres. Diese Ankündigung bedeutet die Präsenz eines wichtigen Käufers in einem Markt, der derzeit nur wenig Nachfrage aufweist. Analyst Evans von PVM bemerkte, dass dieser Schritt eine fundamentale Käuferpräsenz einführe. Allerdings äußerte Hiroyuki Kikukawa, Präsident der NS Trading, die Erwartung, dass der Abwärtstrend bei den Ölpreisen vorerst anhalten könnte, da die Spitzensaison für Kerosin in der nördlichen Hemisphäre noch nicht begonnen hat und die Nachfrage in China weiterhin schwach ist.

Einer vorläufigen Reuters-Umfrage zufolge dürften die Rohöl- und Benzinbestände in den USA in der vergangenen Woche gestiegen sein, während die Destillatvorräte zurückgegangen sein sollen. Der wöchentliche Bericht der American Petroleum Institute (API), einer Industriegruppe, wird am Dienstag erwartet, und die Energy Information Administration (EIA) des US-Energieministeriums plant ihren Bericht für Mittwoch.

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