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Nigeria stoppt Shells Verkauf von Ölvermögenswerten

Regulierungsbehörde lehnt Deal aufgrund mangelnder Qualifikation der Käufer ab

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Nigeria stoppt Shells Verkauf von Ölvermögenswerten

Die nigerianische Ölregulierungsbehörde hat den geplanten Verkauf von Shells Onshore-Ölfeldern an die Renaissance-Gruppe abgelehnt. Laut einem Bericht der nigerianischen Zeitung ThisDay wird die Transaktion, die einen Wert von 1,3 Milliarden US-Dollar hat, nicht genehmigt, da die Käufer nicht als qualifiziert angesehen werden, um die Vermögenswerte zu verwalten. Shell besitzt die betroffenen Ölfelder über die Shell Petroleum Development Company (SPDC). Das Unternehmen bestätigte den Bericht nicht direkt, erklärte jedoch, dass es weiterhin alle erforderlichen Informationen an die Regulierungsbehörde liefere.

Der Verkauf der Vermögenswerte ist Teil eines umfassenderen Rückzugs von Shell aus den Onshore- und Flachwasserbetrieben in Nigeria. Das Unternehmen plant, sich künftig auf lukrativere Tiefseeprojekte zu konzentrieren. Bereits am 16. Januar hatte Shell angekündigt, dass der Verkauf an ein Konsortium aus fünf überwiegend lokalen Unternehmen vereinbart wurde. Allerdings verweigerte die Nigerian Upstream Petroleum Regulatory Commission (NUPRC) die Genehmigung, da das Renaissance-Konsortium nicht in der Lage sei, die erforderlichen Nachweise für den Betrieb der Vermögenswerte zu erbringen.

Berichten zufolge können die Unternehmen, die zur Renaissance-Gruppe gehören, derzeit nicht mindestens 50 Prozent der unter ihrer Kontrolle stehenden Vermögenswerte erfolgreich betreiben. Dieser Mangel an Betriebsfähigkeit war laut ThisDay einer der Hauptgründe, warum die Regulierungsbehörde den Verkauf abgelehnt hat. Die NUPRC hat ihre Entscheidung den beteiligten Parteien mitgeteilt, und die Gespräche zwischen Shell und der Regierung sind weiterhin im Gange.

Ein Sprecher von Shell erklärte gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, dass das Unternehmen weiterhin alle notwendigen Informationen bereitstelle, um den Genehmigungsprozess abzuschließen. Die Renaissance-Gruppe und die Regulierungsbehörde selbst reagierten zunächst nicht auf Anfragen nach Kommentaren.

Der Rückzug von Shell aus den Onshore-Aktivitäten in Nigeria ist Teil einer größeren Strategie internationaler Ölkonzerne, die sich zunehmend auf profitablere Geschäftsfelder konzentrieren. Neben Shell haben auch Exxon Mobil, Eni und TotalEnergies in den letzten Jahren Vereinbarungen getroffen, um ihre Vermögenswerte in Nigeria zu verkaufen.

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