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Kemcore bekommt grünes Licht für Chemiefabrik in Botswana

Kemcore hat die Umweltgenehmigung für eine Chemieanlage in Botswana erhalten, die Kupfer- und Kobaltminen in der DR Kongo und Sambia beliefern soll. Der Bau des 140-Millionen-Dollar-Projekts ist für 2027 geplant, die Produktion soll 2028 starten.

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Kemcore bekommt grünes Licht für Chemiefabrik in Botswana

Der Chemikalienimporteur Kemcore hat die Umweltgenehmigung für einen Produktionsstandort in Botswana erhalten. Damit sind die Voraussetzungen für die Finanzierung einer Fabrik geschaffen, die Kupfer- und Kobaltminen in der Demokratischen Republik Kongo sowie in Sambia mit Betriebsmitteln versorgen soll. Die Erteilung der Genehmigung markiere einen bedeutenden Meilenstein, teilte Kalisto Radithipa, Firmengründer und Chief Commercial Officer von Kemcore, Reuters mit.

Das Unternehmen strebt den Abschluss der Finanzierungsverträge (Financial Close) bis Dezember 2026 an. Der Baustart ist für 2027 terminiert, die Aufnahme der Produktion wird für das erste Halbjahr 2028 erwartet. Kemcore wird chemische Bergbauprodukte fertigen, darunter Natriummetabisulfit, Natriumhydrosulfid und Natriumisobutylxanthat.

Verhandlungen mit Kapitalgebern weit gediehen

„Die Gespräche mit den Kapitalgebern sind bereits weit fortgeschritten, und wir verzeichnen ein reges Interesse regionaler und lokaler Institute, da sich hier eine attraktive Möglichkeit bietet, sich an kritischen Rohstoffen zu beteiligen, ohne direkt in eine Mine investieren zu müssen“, erläuterte Radithipa. Die Anlage entsteht in mehreren Bauabschnitten und schlägt mit Gesamtkosten von rund 140 Millionen US-Dollar zu Buche.

Die jährliche Gesamtproduktion aller Reagenzien für Batteriemineralien wird auf 150.000 metrische Tonnen pro Jahr beziffert. Die Fabrik stellt den ersten integrierten Chemiekomplex für Batteriemineralien im südlichen Afrika dar und wird in der Nähe von Vorkommen essenzieller Rohstoffe wie Gas, Soda Ash und Salz errichtet.

Versorgung mit strategischen Rohstoffen abgesichert

Die Verhandlungen zur Sicherung der Gaslieferungen aus dem laufenden Coal-Bed-Methan-Projekt des benachbarten Unternehmens Botala Energy seien weit gediehen, so Radithipa. Soda Ash und Salz stammen vom Botash-Bergwerk, das rund 300 Kilometer nordöstlich des Kemcore-Standorts liegt.

Botala Energy entwickelt den Leupane Energy Hub and Industrial Park im zentralen Teil Botswanas, in dem die Kemcore-Anlage untergebracht wird. Das Unternehmen plant zudem den Aufbau von 700 MW hybrider Stromerzeugungskapazität aus Gas- und Solarenergie.

Rolle in der Wertschöpfungskette für Batteriemineralien

Das Vorhaben stellt einen bedeutenden Fortschritt für die Region dar: Bislang existierte im südlichen Afrika keine integrierte Chemieproduktion für Batteriemineralien. Die Fabrik soll die steigende Nachfrage nach Kupfer und Kobalt decken, die als zentrale Rohstoffe für Elektromobilität und Energiewende gelten.

Für Botswana selbst bedeutet die Ansiedlung des Chemiekomplexes einen weiteren Fortschritt bei der Diversifizierung der Wirtschaft, die bislang stark vom Diamantenabbau abhängt. Die räumliche Nähe zu den Rohstoffquellen sowie die geplante Energieinfrastruktur des Leupane Energy Hub schaffen vorteilhafte Bedingungen für das Projekt.

Mit dem Vorhaben positioniert sich Kemcore als Zulieferer für die regionale Bergbauindustrie und erschließt sich gleichzeitig ein neues Standbein jenseits des reinen Imports von Bergbauchemikalien. Die lokale Fertigung verringert Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten und verkürzt die Transportwege für die Kunden in den angrenzenden Staaten.

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