ANZEIGE

Ölpreise steigen nach neuen Angriffen auf Energieinfrastruktur

Angriffe auf Öl- und Gasanlagen im Nahen Osten treiben Brent-Rohöl auf höchsten Stand seit August 2022.

•• 1 Min
Ölpreise steigen nach neuen Angriffen auf Energieinfrastruktur

Die Versorgungsstörungen im Nahen Osten verschärfen sich weiter. Angreifer haben erneut kritische Energieinfrastruktur in der Region ins Visier genommen – darunter ein Ölfeld im Irak sowie ein Gasfeld in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Der Konflikt trifft damit zwei der bedeutendsten Förderländer der Golfregion gleichzeitig.

Besonders brisant: Vor der Küste von Fudschaira wurde ein Tanker von einem Projektil getroffen. Die Vereinigten Arabischen Emirate reagierten umgehend und stoppten am Dienstagmorgen die Ölverladungen in dem strategisch wichtigen Hafen. Fudschaira gilt als einer der größten Bunkerhäfen der Welt und spielt eine Schlüsselrolle im globalen Ölhandel.

Rohölpreise auf Mehrjahreshoch

Die Märkte reagierten mit deutlichen Kursaufschlägen. Die Brent-Rohöl-Futures – der internationale Referenzpreis, an dem sich auch europäische Verbraucher orientieren – kletterten um 3,2 Prozent auf 103,42 US-Dollar pro Barrel. Das ist der höchste Schlussstand seit August 2022. Die US-amerikanische Referenzsorte WTI verteuerte sich um 2,9 Prozent auf 96,21 US-Dollar je Barrel.

Besonders drastisch sind die Auswirkungen auf die Kraftstoffpreise in den USA. Diesel kostete an amerikanischen Tankstellen zuletzt durchschnittlich 5,04 US-Dollar pro Gallone – ein Anstieg von 38 Prozent gegenüber dem Vormonat. Benzin lag laut dem Automobilclub AAA im Schnitt bei 3,79 US-Dollar pro Gallone.

Folgen für europäische Verbraucher

Für deutsche und europäische Anleger sowie Verbraucher sind die Entwicklungen am Ölmarkt unmittelbar relevant. Steigende Rohölpreise schlagen sich in der Regel zeitverzögert an den Zapfsäulen nieder und befeuern die ohnehin hohe Inflation. Energieintensive Unternehmen geraten unter zusätzlichen Kostendruck.

Die geopolitische Lage im Nahen Osten bleibt unberechenbar. Weitere Eskalationen könnten die Versorgungslage zusätzlich belasten und den Aufwärtsdruck auf die Energiepreise verstärken. Anleger und Unternehmen beobachten die Entwicklungen in der Region daher mit wachsender Sorge.

ÖlpreisBrent RohölNaher OstenEnergieversorgungKraftstoffpreise

Meistgelesene News

  1. Singapur senkt Haushaltsstrompreis um 10,4 Prozent – Erdgaspreise geben nach
  2. Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Teherans Drohungen heizen Rohstoffmärkte an
  3. Edelmetallsektor unter Spannung: LBMA-Verfahren und Silber-Marktrisiken
  4. Wolfram-Boom: Preisexplosion und Milliardenprognosen für den kritischen Rohstoff
  5. Euronext-Mahlweizen gibt minimal nach: US-Maislager drücken weiter auf die Getreidesparte

Disclaimer