Ölpreis springt um 11,42 Dollar – historischer Tagesgewinn
US-Rohöl-Futures verzeichnen einen der größten Tagesgewinne aller Zeiten und schließen bei 111,54 Dollar je Barrel.

Der Ölmarkt erlebt turbulente Zeiten: US-Rohöl-Futures legten am Donnerstag um 11,42 Dollar je Barrel zu – einer der größten Tagesgewinne in der Geschichte des Energiehandels. Zuletzt war ein vergleichbarer Kurssprung während der Erholung vom Corona-Crash vor sechs Jahren zu beobachten. Der Schlusskurs lag bei 111,54 Dollar pro Barrel.
Auslöser der extremen Preisbewegungen ist der seit Ende Februar andauernde Militärkonflikt, nachdem die USA und Israel mit der Bombardierung des Irans begannen. Seitdem sind die Rohöl-Futures um beachtliche 66 Prozent gestiegen. Der Iran zählt zu den bedeutenden Ölproduzenten der Welt, weshalb geopolitische Spannungen in der Region stets unmittelbare Auswirkungen auf die globalen Energiemärkte haben.
Rekordmonat März im Rückblick
Besonders dramatisch verlief der März: In diesem Monat stiegen die WTI-Futures (West Texas Intermediate) um 43,96 Dollar pro Barrel. Das ist der stärkste monatliche Preisanstieg seit Beginn des WTI-Terminhandels im Jahr 1983 – ein absoluter historischer Rekord. Auch der April startete mit weiteren Zuwächsen von 10,16 Dollar pro Barrel in den ersten beiden Handelssitzungen.
Für deutsche Verbraucher und Unternehmen bedeutet dieser Preisanstieg erheblichen Druck: Höhere Rohölpreise schlagen sich direkt in den Sprit- und Heizölpreisen nieder und befeuern die Inflation. Energieintensive Branchen wie die Chemie- oder Automobilindustrie stehen vor wachsenden Kostenbelastungen.
Handel bleibt am Karfreitag geschlossen
Der Energieterminhandel bleibt morgen am Karfreitag ebenso wie der Aktienmarkt vollständig geschlossen. Der Anleihenhandel endet vorzeitig um 12:00 Uhr New Yorker Zeit. Der Terminhandel nimmt seinen Betrieb am Sonntag um 18:00 Uhr Ortszeit New York wieder auf – womit Anleger und Marktteilnehmer das Wochenende über auf neue Entwicklungen im Nahen Osten reagieren können.
