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J.P. Morgan: Ölpreis könnte bei Hormus-Störung auf 150 Dollar steigen

Die US-Großbank warnt vor einem extremen Preisanstieg, falls die Straße von Hormus bis Mitte Mai blockiert bleibt.

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J.P. Morgan: Ölpreis könnte bei Hormus-Störung auf 150 Dollar steigen

J.P. Morgan schlägt Alarm: Falls die Lieferströme durch die Straße von Hormus bis Mitte Mai unterbrochen bleiben, könnte der Ölpreis auf über 150 US-Dollar pro Barrel klettern. Kurzfristig hält die US-Investmentbank bereits einen Anstieg auf 120 bis 130 Dollar für möglich. Das geht aus einer Mitteilung der Bank vom Donnerstag hervor.

Die Straße von Hormus ist eine der wichtigsten Ölversorgungsrouten der Welt. Durch sie fließen täglich rund 20 Prozent des global gehandelten Rohöls – vor allem aus Saudi-Arabien, dem Irak und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Eine anhaltende Blockade würde die globalen Energiemärkte massiv belasten.

Im Basisszenario rechnet J.P. Morgan damit, dass die Spannungen in der Meerenge letztlich durch Verhandlungen beigelegt werden. Dennoch erwartet die Bank, dass die Ölpreise im gesamten zweiten Quartal 2025 auf erhöhtem Niveau von über 100 Dollar pro Barrel verharren werden. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 sei mit einer Normalisierung zu rechnen – getrieben durch eine teilweise Wiedereröffnung der Route und sich erholende Lagerbestände.

Rezessionsrisiko bei anhaltend hohen Preisen

J.P. Morgan betont, dass das Ausmaß und die Dauer eines möglichen Preisschocks entscheidend für die gesamtwirtschaftlichen Folgen sein werden. Bei dauerhaft hohen Energiepreisen steige das Risiko einer gedämpften Nachfrage und einer potenziellen Rezession erheblich. Für Verbraucher und Unternehmen weltweit – auch in Deutschland – würden stark steigende Energiekosten die Kaufkraft und Margen spürbar belasten.

Am Donnerstag reagierten die Ölmärkte bereits deutlich auf die geopolitischen Entwicklungen. Die Preise legten in einem volatilen Umfeld kräftig zu, nachdem US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, die Angriffe auf den Iran fortzusetzen. Der Iran kontrolliert das nördliche Ufer der Straße von Hormus und könnte die Durchfahrt militärisch blockieren.

Für deutsche Anleger und Unternehmen sind die Entwicklungen am Ölmarkt von besonderer Bedeutung. Deutschland ist als exportorientierte Volkswirtschaft stark von stabilen Energiepreisen abhängig. Ein Ölpreis von 150 Dollar würde die Inflation erneut anheizen und die Europäische Zentralbank vor neue geldpolitische Herausforderungen stellen.

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