ANZEIGE

Ölkonzerne warnen Trump: Kraftstoffknappheit durch Iran-Krise verschärft sich

Führungskräfte von Exxon, Chevron und ConocoPhillips alarmierten die US-Regierung: Die Energiekrise eskaliert weiter.

•• 2 Min
Ölkonzerne warnen Trump: Kraftstoffknappheit durch Iran-Krise verschärft sich

Die Chefs der größten US-Ölkonzerne haben der Trump-Administration in den vergangenen Tagen eine eindringliche Warnung übermittelt: Die durch den Iran-Krieg ausgelöste Energiekrise wird sich voraussichtlich weiter verschärfen. In Treffen im Weißen Haus sowie in Gesprächen mit Energieminister Chris Wright und Innenminister Doug Burgum schilderten die CEOs von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips ihre Sorgen über die Lage an den globalen Energiemärkten.

Im Mittelpunkt der Warnungen steht die Straße von Hormus – jene strategisch entscheidende Meerenge zwischen dem Iran und der Arabischen Halbinsel, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen. Die anhaltenden Unterbrechungen der Energieströme durch diese Wasserstraße sorgen laut den Unternehmensführern weiterhin für erhebliche Volatilität an den globalen Rohstoffmärkten.

Exxon-Chef Darren Woods erklärte gegenüber Regierungsvertretern, dass die Ölpreise über das bereits erhöhte Niveau hinaus steigen könnten, falls Spekulanten die Preise unerwartet in die Höhe treiben sollten. Zudem warnte er vor einem drohenden Versorgungsengpass bei raffinierten Produkten wie Benzin, Diesel und Kerosin – was direkte Auswirkungen auf Verbraucher und Industrie hätte.

Ölpreis springt innerhalb weniger Tage um zwölf Dollar

Auch Chevron-CEO Mike Wirth und ConocoPhillips-Chef Ryan Lance äußerten laut mit der Angelegenheit vertrauten Personen ihre Besorgnis über das Ausmaß der Störungen. Präsident Trump selbst nahm an den Treffen am Mittwoch nicht teil.

Die Entwicklung an den Märkten bestätigt die düsteren Einschätzungen der Branche: Der US-Ölpreis (WTI) kletterte von 87 US-Dollar pro Barrel am Mittwoch auf 99 US-Dollar pro Barrel am Freitag – ein Anstieg von rund zwölf Prozent innerhalb weniger Tage. Für deutsche Autofahrer und Unternehmen, die auf Energie angewiesen sind, bedeutet dies anhaltenden Druck auf die Kraftstoffpreise.

Die Warnungen der Ölmanager zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Eine mögliche Eskalation im Nahostkonflikt oder weitere Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus könnte die globale Energieversorgung noch stärker unter Druck setzen – mit spürbaren Folgen für Wirtschaft und Verbraucher weltweit.

ÖlpreisIran-KriseKraftstoffknappheitStraße Von HormusEnergiekrise

Meistgelesene News

  1. Singapur senkt Haushaltsstrompreis um 10,4 Prozent – Erdgaspreise geben nach
  2. Iran-Konflikt treibt Ölpreis: Teherans Drohungen heizen Rohstoffmärkte an
  3. Edelmetallsektor unter Spannung: LBMA-Verfahren und Silber-Marktrisiken
  4. Wolfram-Boom: Preisexplosion und Milliardenprognosen für den kritischen Rohstoff
  5. Euronext-Mahlweizen gibt minimal nach: US-Maislager drücken weiter auf die Getreidesparte

Disclaimer