US-Futures geben nach: Ölpreise belasten Wall-Street-Stimmung
Nach starken Vortagesgewinnen drücken steigende Ölpreise über 100 Dollar die US-Aktienfutures ins Minus.

Die US-Aktienmärkte starten schwächer in den Dienstag. Nach deutlichen Kursgewinnen an der Wall Street in der vorangegangenen Sitzung gaben die Futures am Morgen leicht nach. Als Hauptbelastungsfaktor gelten die anhaltend hohen Ölpreise, die weiterhin über der Marke von 100 US-Dollar pro Barrel notieren.
Konkret sank der Dow-Jones-Future bis 07:24 Uhr ET um 25 Punkte oder 0,1 Prozent. Der S&P-500-Future verlor 5 Punkte beziehungsweise ebenfalls 0,1 Prozent, während der Nasdaq-100-Future mit einem Minus von 43 Punkten oder 0,2 Prozent das größte Minus unter den drei großen Indizes verzeichnete.
Ölmarkt im Fokus: Iran-Sorgen und Straße von Hormus
Im Hintergrund treiben geopolitische Spannungen rund um den Iran die Energiepreise. Anleger befürchten Störungen bei den iranischen Öllieferungen, was den Rohölpreis auf erhöhtem Niveau hält. Besonders die strategisch wichtige Straße von Hormus steht im Fokus: Mögliche Lieferunterbrechungen könnten die globalen Ölvorräte im April auf Rekordtiefs fallen lassen.
Die Lage am Energiemarkt belastet die Gesamtstimmung an den Aktienmärkten spürbar. Höhere Ölpreise wirken wie eine Steuer auf die Wirtschaft – sie erhöhen die Produktionskosten für Unternehmen und belasten die Kaufkraft der Verbraucher. Für deutsche Anleger ist dies besonders relevant, da Europa stark von Energieimporten abhängig ist.
Vorbörsliche Einzelwerte: Delta und Frontier legen zu
Im vorbörslichen Handel zeigten sich einzelne Aktien dennoch mit Gewinnen. Delta Air Lines und die Frontier Group verzeichneten positive Kursbewegungen. Dagegen gab Honeywell vorbörslich nach und zählte zu den Verlierern des Tages.
Auch der Goldmarkt sorgt für Gesprächsstoff. Anleger hinterfragen zunehmend den Status von Gold als sicherer Hafen, nachdem der Preis des Edelmetalls trotz geopolitischer Unsicherheiten zuletzt gesunken ist. Diese Entwicklung überrascht viele Marktteilnehmer, da Gold traditionell in Krisenzeiten als Schutzinvestment gilt.
