Israel meldet Tod von Irans Sicherheitschef Ali Laridschani
Israelische Luftangriffe sollen eine weitere Schlüsselfigur des iranischen Regimes ausgeschaltet haben – mit weitreichenden Folgen für Ölmärkte und Diplomatie.

Israel hat nach eigenen Angaben den iranischen Sicherheitschef Ali Laridschani bei Luftangriffen getötet. Laridschani galt als zentrale Figur in Teherans militärischer Reaktion auf die US-israelischen Angriffe. Es handelt sich um den bedeutendsten iranischen Machtverlust seit der Tötung von Obersten Führer Ali Chamenei am ersten Kriegstag.
Zusätzlich erklärte Israel, Brigadegeneral Gholamreza Soleimani getötet zu haben – den Kommandeur der iranischen Basidsch-Miliz. Die Basidsch ist eine paramilitärische Einheit der Revolutionsgarden und spielt eine Schlüsselrolle bei der inneren Repression sowie bei Auslandsoperationen des iranischen Regimes.
Ölpreise steigen – Straße von Hormus weiter blockiert
Die Ölmärkte reagierten mit steigenden Preisen auf die Entwicklungen. Hintergrund: Mehrere Verbündete der USA haben die Bitte von Präsident Donald Trump abgelehnt, bei der Wiedereröffnung der Straße von Hormus zu helfen. Der Iran hat die strategisch wichtige Meerenge faktisch blockiert, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen.
Die Blockade der Straße von Hormus trifft insbesondere europäische und asiatische Länder hart, die stark von Golfstaaten-Öl abhängig sind. Auch Deutschland bezieht erhebliche Mengen an Rohöl über diese Route.
Erste Rücktritte aus der Trump-Administration
Der ranghöchste US-Beamte für Terrorismusbekämpfung ist wegen Bedenken gegenüber dem Krieg zurückgetreten. Es ist der erste bedeutende Abgang aus der Trump-Administration im Zusammenhang mit dem Iran-Konflikt und deutet auf wachsende interne Spannungen hin.
Trump gab zudem an, ein geplantes Gipfeltreffen mit Chinas Staatschef Xi Jinping verschieben zu wollen. Als Begründung nannte er, während des andauernden Krieges in den USA präsent bleiben zu müssen. Ein solches Treffen wäre angesichts der globalen wirtschaftlichen Spannungen von erheblicher Bedeutung gewesen.
Die irakischen Behörden verurteilten unterdessen eine Angriffsserie, die sich nach ihren Angaben gegen Schlüsseleinrichtungen und diplomatische Vertretungen richtete – darunter die US-Botschaft in Bagdad. Der Irak droht damit, zum Schauplatz eines regionalen Flächenbrandes zu werden. Trump äußerte zudem, ein ehemaliger US-Präsident habe ihm privat mitgeteilt, den Iran nicht angegriffen zu haben zu bereuen – nannte aber keinen Namen.
