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Dieselpreis überschreitet 5 Dollar: Iran-Krieg erschüttert Ölmärkte

Der eskalierende Nahost-Konflikt treibt die US-Energiepreise auf den höchsten Stand seit über drei Jahren.

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Dieselpreis überschreitet 5 Dollar: Iran-Krieg erschüttert Ölmärkte

Der durchschnittliche Dieselpreis in den USA ist erstmals seit Dezember 2022 über die Marke von 5 Dollar pro Gallone gestiegen. Laut dem Reiseverband AAA lag der landesweite Durchschnitt am Dienstag bei 5,04 Dollar – ein Anstieg von 34 Prozent gegenüber dem Niveau vor Beginn der massiven US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe auf den Iran. Zuletzt hatte ein vergleichbares Preisniveau während Russlands Großinvasion in der Ukraine die globalen Energiemärkte erschüttert.

Auch die Benzinpreise ziehen deutlich an: Sie stiegen seit Kriegsbeginn im Schnitt um 27 Prozent auf 3,79 Dollar pro Gallone – der höchste Stand seit Oktober 2023. Analysten warnen, dass Benzin bald die 4-Dollar-Marke erreichen könnte. Die Rohölpreise haben sich während des Konflikts um mehr als 40 Prozent verteuert.

Straße von Hormus als globaler Engpass

Der Kern des Problems liegt in der strategisch bedeutsamen Straße von Hormus. Dem Iran ist es gelungen, durch gezielte Angriffe auf Handelsschiffe den Großteil des Öltankerverkehrs durch diese Meerenge zum Erliegen zu bringen. Vor dem Krieg flossen rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots durch diesen schmalen Seeweg – er gilt als der wichtigste strategische Engpass im globalen Ölhandel.

US-Rohöl wurde am Dienstag bei rund 94 Dollar pro Barrel gehandelt. Die internationale Referenzsorte Brent notierte bei etwa 101 Dollar pro Barrel. Für europäische und deutsche Energiemärkte sind diese Entwicklungen unmittelbar relevant, da Brent-Öl als globale Preisbenchmark auch die Kraftstoffpreise in Deutschland beeinflusst.

Folgen für Wirtschaft und Verbraucher

Dieselkraftstoff gilt als Lebensader des US-Transportsektors. Lastwagen, Züge und Binnenschiffe, die Waren zum Markt transportieren, sind auf Diesel angewiesen. Steigende Dieselpreise erhöhen damit die Transportkosten entlang der gesamten Lieferkette – was letztlich auch Verbraucherpreise nach oben treibt.

Für deutsche Anleger und Verbraucher bedeutet die Eskalation im Nahen Osten erhöhte Volatilität an den Energiemärkten. Energieintensive Branchen wie Logistik, Chemie und Luftfahrt stehen unter besonderem Druck. Die Entwicklungen an der Straße von Hormus bleiben damit ein zentraler Faktor für die globale Konjunktur.

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