Öl-CEOs warnen Trump vor verschärfter Kraftstoffkrise durch Iran-Konflikt
Führungskräfte von Exxon, Chevron und ConocoPhillips alarmierten die US-Regierung in Washington persönlich.

Die Chefs der größten amerikanischen Ölkonzerne haben die Trump-Regierung eindringlich vor einer eskalierenden Energiekrise gewarnt. In einer Reihe von Treffen im Weißen Haus am Mittwoch übermittelten die CEOs von Exxon Mobil, Chevron und ConocoPhillips eine düstere Botschaft: Die durch den Iran-Konflikt ausgelöste Energieversorgungskrise werde sich voraussichtlich weiter verschärfen.
Die Öl-Manager trafen sich nicht nur im Weißen Haus, sondern führten auch separate Gespräche mit Energieminister Chris Wright und Innenminister Doug Burgum. Im Mittelpunkt der Warnungen stand die strategisch bedeutsame Straße von Hormus – eine der wichtigsten Wasserstraßen der Welt für den globalen Öltransport.
Straße von Hormus als Nadelöhr der Energieversorgung
Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer. Durch diesen engen Meereskanal fließt rund ein Fünftel des weltweiten Ölhandels. Eine anhaltende Unterbrechung der Energieströme durch diese Wasserstraße hätte massive Auswirkungen auf die globalen Kraftstoffpreise – auch in Deutschland und Europa.
Die Konzernchefs warnten die Regierung, dass die Störungen der Energielieferungen durch den Hormus-Korridor weiterhin für erhebliche Volatilität an den Rohstoffmärkten sorgen werden. Konkrete Maßnahmen zur Entspannung der Lage wurden in den Berichten bislang nicht genannt.
Für deutsche Autofahrer und Unternehmen sind solche Entwicklungen besonders relevant: Deutschland importiert erhebliche Mengen Rohöl aus der Golfregion, und steigende Weltmarktpreise schlagen sich direkt an der Zapfsäule nieder. Analysten beobachten die Lage rund um den Persischen Golf daher mit wachsender Sorge.
