Energiekrise, JD.com und Zuckersteuer: Deutschland unter Druck
Geopolitische Spannungen, chinesische E-Commerce-Konkurrenz und innenpolitische Debatten prägen Deutschlands Wirtschaftslage im März 2026.

Der Konflikt in der Straße von Hormus hält nun seit drei Wochen an und trifft Deutschland mit voller Wucht. Rund 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung sind blockiert, Brent-Rohöl notiert über 100 Dollar je Barrel. Der DAX hat seit Konfliktbeginn mehr als 6 Prozent verloren – ein deutliches Signal für die Nervosität der Märkte.
Die Bundesregierung reagiert mit einem Maßnahmenpaket gegen steigende Kraftstoffpreise. Ein Gesetzentwurf soll das Kartellrecht verschärfen und Mineralölkonzernen die Beweislast für Preiserhöhungen auferlegen. Zudem plant die Regierung, Kraftstoffpreisanpassungen auf einmal täglich um 12 Uhr zu begrenzen – mit Bußgeldern von bis zu 100.000 Euro bei Verstößen. Parallel beteiligt sich Deutschland an der koordinierten Freigabe strategischer Ölreserven durch die Internationale Energieagentur (IEA).
Dekabank-Chefvolkswirt Ulrich Kater warnt dennoch vor anhaltenden Risiken: Dauerhaft hohe Energiepreise könnten die deutschen Wachstumsprognosen um 0,5 Prozentpunkte nach unten zwingen. Das Gespenst der Stagflation – also Stagnation bei gleichzeitiger Inflation – geht um.
Westliche Allianz zögert bei Hormus-Einsatz
US-Präsident Donald Trump hat internationale Partner um Unterstützung zur Sicherung der Straße von Hormus gebeten. Japan und Australien lehnten die Entsendung von Kriegsschiffen unter Verweis auf rechtliche und strategische Einschränkungen ab. Südkorea prüft die Anfrage noch, betont aber, dass ein Einsatz parlamentarische Zustimmung erfordern würde.
Innerhalb der EU wächst die Skepsis gegenüber einer Ausweitung der bestehenden Marine-Mission „Aspides
