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Nahost-Konflikt treibt Ölpreise – DAX droht Kursverluste

Eskalation zwischen USA, Israel und Iran erschüttert globale Märkte und lässt Rohölpreise um bis zu zehn Prozent steigen.

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Nahost-Konflikt treibt Ölpreise – DAX droht Kursverluste

Die Eskalation im Nahen Osten hat die globalen Finanzmärkte am 2. März in heftige Turbulenzen gestürzt. Auslöser war eine massive militärische Auseinandersetzung zwischen den USA, Israel und Iran nach dem Tod von Irans Obersten Führer Ayatollah Ali Khamenei. Die USA und Israel führten demnach mehr als 1.000 Vergeltungsschläge gegen iranische Ziele durch, nachdem Teheran US-Forderungen zur Begrenzung seines Atomprogramms abgelehnt hatte. Iran antwortete mit Raketenbeschuss auf US-Stützpunkte, wobei drei US-Soldaten ums Leben kamen.

Der Konflikt trifft die Weltwirtschaft an einer besonders empfindlichen Stelle: der Straße von Hormus. Durch diese strategisch bedeutsame Meerenge fließt ein Fünftel des weltweiten Seetransports von Rohöl sowie erhebliche Mengen an Flüssigerdgas (LNG) und Düngemitteln. Tanker stauen sich laut Berichten auf beiden Seiten der Straße, da Reedereien wie Maersk und MSC angesichts explodierender Kriegsversicherungskosten und Sicherheitsrisiken zögern, die Route zu benutzen. Maersk leitet Schiffe bereits über das Kap der Guten Hoffnung um.

Der Brent-Rohölpreis schoss unmittelbar um bis zu zehn Prozent auf rund 80 US-Dollar pro Barrel in die Höhe, zeitweise wurde sogar die Marke von 82 Dollar erreicht. Analysten von ICIS warnen, dass der Preis auf bis zu 100 Dollar klettern könnte, sollte die Meerenge dauerhaft blockiert bleiben. Rystad-Ökonom Jorge Leon beziffert den möglichen täglichen Ausfall auf acht bis zehn Millionen Barrel Rohöl.

Bundeswirtschaftsministerin mahnt zur Ruhe

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) versuchte, Befürchtungen um die deutsche Energieversorgung zu dämpfen. Deutschland importiere keine nennenswerten Mengen LNG über die Straße von Hormus, da die Gasversorgung primär über Pipelines aus Norwegen und Belgien sowie LNG-Importe aus den USA und Kanada gesichert sei. Als wichtigste Öllieferanten nannte Reiche Kasachstan, Norwegen und die USA. Preissteigerungen für deutsche Verbraucher schloss sie jedoch nicht aus und verwies auf stärker betroffene Länder wie China, Japan, Südkorea und Indien.

An den europäischen Aktienmärkten drohen zum Wochenstart deutliche Verluste. IG-Daten zufolge wurden folgende Rückgänge projiziert:

  • DAX: -1,5 %
  • CAC 40: -1,4 %
  • FTSE MIB: -1,2 %
  • FTSE 100: -0,6 %

Asiatische Börsen gaben bereits nach, besonders Fluggesellschaften und Banken litten unter den Luftraumsperrungen. Zehnjährige US-Staatsanleihen verzeichneten zunächst einen Renditerückgang auf ein Elfmonatstief – ein klassisches Flucht-in-Sicherheit-Signal – bevor sie wieder anzogen. OPEC+ kündigte eine moderate Produktionserhöhung von 206.000 Barrel pro Tag ab April an, die Analysten jedoch als unzureichend bewerteten.

Deutsche Unternehmen im Fokus

Abseits der geopolitischen Verwerfungen sorgen mehrere deutsche Unternehmen für Schlagzeilen. Der Berliner Drohnenhersteller Germandrones erlebt seit dem Beginn des Ukraine-Krieges einen Boom. Das Unternehmen, das von langsamen Agrardrohnen auf Sicherheits- und Militärtechnologie umschwenkte, entwickelt mit dem Modell „Talon

FinanzenMarktbericht

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