ANZEIGE

Genehmigung für Lithium-Bergwerk in Nevada steht kurz bevor

Seltene Blume sorgt für Konflikte trotz umweltfreundlicher Energieförderung im Bergbauprojekt

2 Min
Genehmigung für Lithium-Bergwerk in Nevada steht kurz bevor

Die Biden-Regierung steht kurz vor der Genehmigung für das Rhyolite Ridge Lithium-Bergwerk von Ioneer Ltd in Nevada. Am Donnerstag wurde ein entscheidender Umweltbericht veröffentlicht, der den letzten Schritt vor der Erteilung der Genehmigung darstellt. Das Bergwerk könnte eine der größten Quellen für Lithium in den USA werden, einem wesentlichen Rohstoff für Elektrofahrzeug-Batterien. Dieser Schritt folgt auf einen mehr als sechs Jahre dauernden Prüfungsprozess und ist Teil der Bestrebungen der US-Regierung, die heimische Produktion kritischer Mineralien zu fördern und die Abhängigkeit von China zu verringern. Sollte das Projekt genehmigt werden, wäre es das erste von der Biden-Regierung zugelassene Lithium-Bergwerk.

Das Bureau of Land Management (BLM) veröffentlichte den finalen Umweltverträglichkeitsbericht, der eine mindestens 30-tägige Prüfungsphase einleitet, bevor eine endgültige Entscheidung zur Genehmigung des Bergwerks getroffen wird. Ebenfalls veröffentlicht wurde eine Einschätzung dazu, wie eine seltene Blume, die auf dem Gelände des Bergwerks vorkommt, geschützt werden kann. Die Aktien von Ioneer stiegen am Donnerstagmorgen um 11%. Das geplante Bergwerk, etwa 362 Kilometer nördlich von Las Vegas gelegen, soll eine der größten Lithiumquellen Nordamerikas erschließen und genug Lithium zur Herstellung von Batterien für rund 370.000 Elektrofahrzeuge pro Jahr liefern. Ford Motor Co hat bereits 2022 ein verbindliches Lieferabkommen mit Ioneer unterzeichnet.

Lithium wird vom U.S. Geological Survey als kritisches Mineral eingestuft, das für die US-Wirtschaft und nationale Sicherheit von entscheidender Bedeutung ist. Um die heimische Produktion zu fördern, kündigte das US-Energieministerium im vergangenen Jahr an, Ioneer bis zu 700 Millionen US-Dollar für die Entwicklung des Bergwerks zu leihen. Allerdings ist das Gelände auch Heimat der Tiehm’s-Buckwheat-Blume, die nirgendwo sonst auf der Welt vorkommt und 2021 als gefährdete Art eingestuft wurde. Naturschutzorganisationen lehnen daher das Projekt ab, was zu einer hitzigen Debatte darüber führt, ob der Erhalt der Artenvielfalt wichtiger ist als der Kampf gegen den Klimawandel.

Das BLM erklärte, es habe mit dem U.S. Fish and Wildlife Service und dem Unternehmen zusammengearbeitet, um umfassende Schutzmaßnahmen für die Pflanze zu entwickeln. Dazu gehört eine Änderung der Pläne für das Bergwerk sowie ein formeller Schutzplan. Ioneers CEO Bernard Rowe betonte, dass der Bericht die Bereitschaft des Unternehmens widerspiegele, mit der Regierung zusammenzuarbeiten, um sowohl die Blume zu schützen als auch eine heimische Lithiumquelle zu erschließen. Der Tod von über 17.000 dieser Blumen im Jahr 2020 hatte zuvor zu Anschuldigungen geführt, es habe sich um einen vorsätzlichen Angriff gehandelt, was das Unternehmen jedoch bestritt. Die US-Regierung machte später durstige Eichhörnchen für den Vorfall verantwortlich.

LithiumJoe BidenUSATechnologie

Meistgelesene News

  1. Geheimmission auf dem Bosporus: Schattenflotte-Tanker mit russischem Öl unterwegs
  2. Millennium Silver leitet Drohnenvermessung bei Nevada-Silberprojekt ein
  3. Mais-Futures unter Druck: Dollarstärke und Rekordernte belasten die Preise
  4. USA Rare Earth startet 1,2-Milliarden-Dollar-Magnetwerk in South Carolina
  5. Trumps Exportbremse: Droht ein US-Verbot für Diesel und Benzin?

Disclaimer