Wie die Generation Z ihr Geld anlegt: Gold, ETFs und Immobilienfonds im Fokus
Die Generation Z investiert anders als frühere Jahrgänge: Junge Anleger setzen auf eine Mischung aus ETFs, Gold, REITs und Einzelaktien und eröffnen Depots oft direkt mit der Volljährigkeit.

Der 18. Geburtstag markiert für viele Jugendliche den Start in die Volljährigkeit – verbunden mit Lottoscheinen oder dem ersten Tattoo. Deon Radcliff Jr. verfolgte einen anderen Plan. Als der Studienanfänger der Tulane University an seinem Ehrentag im August aufwachte, eröffnete er als erste Amtshandlung ein Wertpapierdepot sowie ein Konto mit attraktiven Zinsen für kurzfristige Einlagen.
Dieser junge Mann steht stellvertretend für einen Trend, der sich in Broker-Statistiken und Erhebungen abzeichnet. Die Anlagegewohnheiten der Generation Z unterscheiden sich fundamental von denen früherer Jahrgänge. Mehr als ein Dutzend junger Erwachsener gewährten der Quelle Einblicke in ihre aktuellen Strategien an den Finanzmärkten. Das Spektrum reicht von günstigen Altersvorsorgekonten und ETFs über Einzeltitel bis hin zu Gold und REITs.
Vielfältige Ansätze an der Börse
Die genannten Anlageklassen stehen für unterschiedlichste Risikograden und Strategien. ETFs, also börsengehandelte Indexfonds, erlauben eine breite Diversifikation bei geringen Kosten und gelten daher als typische Option für Anleger mit langer Laufzeit. Kostengünstige Rentenkonten nutzen den Zinseszinseffekt über Jahrzehnte hinweg.
Parallel dazu greifen Vertreter der Generation Z auch zu Einzelaktien, um gezielt auf bestimmte Unternehmen zu setzen. Gold wiederum dient seit jeher als Schutz vor Inflation und Kursschwankungen. REITs – Real Estate Investment Trusts – bieten Anlegern eine indirekte Beteiligung am Immobilienmarkt, ohne dass ein eigener Immobilienerwerb nötig ist.
Auffällig ist das frühe Engagement dieser jungen Investoren. Während Depots früher häufig erst mit dem Berufsstart oder nach jahrelangem Ansparen eröffnet wurden, gehört der Schritt an die Börse für viele heute ganz selbstverständlich zum Erwachsenwerden. Das verdeutlicht der Fall von Radcliff Jr., der an seinem 18. Geburtstag gleich zwei Konten eröffnete – ein Depot für Wertpapiere sowie ein verzinstes Sparkonto für flüssige Mittel.
Implikationen für den Markt
Die Mischung aus Wertpapierdepot und verzinstem Sparkonto zeigt eine zweigleisige Strategie: langfristiger Vermögensaufbau einerseits und flexible Liquiditätsreserven andererseits. Für Privatanleger in Deutschland ist diese Aufteilung ebenfalls bedeutsam, da Zinssätze und Brokerkonditionen je nach Anbieter erheblich variieren.
Laut Quelle unterscheiden sich die Strategien der befragten jungen Menschen deutlich. Einige vertrauen auf die breite Streuung über Indexfonds, andere bevorzugen Einzelaktien oder Rohstoffe wie Gold, wieder andere kombinieren verschiedene Elemente. Diese Vielfalt zeigt, dass es für die Generation Z keine einheitliche Standardstrategie gibt.
Ob sich diese frühen Weichenstellungen langfristig auszahlen, hängt von zahlreichen Faktoren ab – unter anderem von der Marktentwicklung, der Spar-Disziplin und der Fähigkeit, zwischenzeitliche Verluste auszuhalten. Fest steht jedoch: Für einen Teil dieser Generation gehört der Einstieg in den Kapitalmarkt bereits mit 18 Jahren zur Normalität.
