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US-Futures schwächer: Ölpreis über 100 Dollar wegen Iran-Konflikt

Geopolitische Unsicherheit belastet die Wall Street, während Verhandlungssignale den Ölmarkt in Bewegung halten.

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US-Futures schwächer: Ölpreis über 100 Dollar wegen Iran-Konflikt

Die US-Aktienfutures notieren am Donnerstagmorgen im Minus, während der Ölpreis erneut die Marke von 100 Dollar pro Barrel überschreitet. Auslöser ist die anhaltende Unsicherheit rund um den Iran-Konflikt und widersprüchliche Berichte über mögliche Friedensgespräche. Händler bewerten die Lage vorsichtig, was sich in einer spürbaren Risikoaversion widerspiegelt.

Konkret verloren Dow-Jones-Futures bis 04:18 Uhr ET rund 203 Punkte oder 0,4 Prozent. S&P-500-Futures gaben um 35 Punkte beziehungsweise 0,5 Prozent nach, während Nasdaq-100-Futures um 156 Punkte oder 0,6 Prozent fielen. Der US-Dollar legte zu, Gold gab leicht nach – ein klassisches Muster in Phasen geopolitischer Anspannung.

Iran-Konflikt: Signale und Widersprüche

Die Vortagesgewinne an der Wall Street waren von Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung getragen worden. Berichten zufolge habe Teheran intern Gesprächsbereitschaft mit Washington signalisiert. US-Vizepräsident JD Vance soll zudem möglicherweise bereits an diesem Wochenende zu Verhandlungen nach Pakistan reisen.

Gleichzeitig berichtete das Wall Street Journal, dass die USA und Israel davon absehen könnten, den iranischen Außenminister oder den Parlamentspräsidenten zu eliminieren, solange Kommunikationskanäle offen bleiben. Dennoch bleibt die Nachrichtenlage hochgradig widersprüchlich – wie während des gesamten bisherigen Kriegsverlaufs.

Die Positionen beider Seiten bei den Bedingungen für eine Waffenruhe liegen offenbar weit auseinander. Das Pentagon verstärkt unterdessen seine Bodentruppen im Nahen Osten. Berichten zufolge ordnete der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu eine neue zweitägige Offensive an, um möglichst viel iranische Militärkapazität zu zerstören, bevor ein etwaiger Waffenstillstand in Kraft treten könnte.

Ölpreis bleibt über 100 Dollar

Der Rohölpreis hält sich angesichts der ungelösten Lage stabil über der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar pro Barrel. Für Anleger und Verbraucher in Deutschland bedeutet dies anhaltenden Druck auf Energiepreise und Inflation. Die Entwicklung im Nahen Osten bleibt damit auch für die europäischen Märkte ein zentraler Risikofaktor.

Abseits der Geopolitik belastet auch eine Unternehmensseite die Stimmung: Jefferies Financial meldete für das erste Quartal Verluste aus Krediten an zusammengebrochene Unternehmen, was die Ergebnisse spürbar drückte. Dies erinnert Marktteilnehmer an die Risiken im Kreditbereich, die bei steigenden Zinsen und wirtschaftlicher Unsicherheit zunehmen können.

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