US-Futures fallen vorbörslich – Öl klettert über 100 Dollar
Schwache Vorgaben belasten die Wall Street, während steigende Ölpreise und Nahost-Spannungen die Märkte unter Druck setzen.

Die US-Aktienmärkte starten mit deutlichen Verlusten in den Handelstag. Am Donnerstagmorgen verzeichneten alle wichtigen Futures-Kontrakte Rückgänge von rund 0,8 bis 0,9 Prozent, während der Ölpreis wieder über die psychologisch wichtige Marke von 100 US-Dollar je Barrel stieg.
Konkret verlor der Dow-Jones-Future bis 07:36 Uhr ET (13:36 Uhr MEZ) 351 Punkte oder 0,8 Prozent. Der S&P-500-Future gab um 53 Punkte nach, was ebenfalls einem Minus von 0,8 Prozent entspricht. Der technologielastige Nasdaq-100-Future sank um 230 Punkte beziehungsweise 0,9 Prozent.
Nahost-Konflikt und Ölpreisanstieg belasten Stimmung
Hintergrund der Marktbewegungen sind die anhaltenden Kämpfe im Nahen Osten. Trotz Berichten über mögliche Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran bleibt die geopolitische Lage angespannt. Der erneute Anstieg des Ölpreises über die 100-Dollar-Marke verstärkt dabei die Inflationssorgen der Anleger.
Für deutsche Investoren ist die Entwicklung besonders relevant, da steigende Energiepreise die ohnehin belastete europäische Wirtschaft zusätzlich unter Druck setzen könnten. Ein teurer Ölpreis wirkt wie eine Konjunkturbremse und erhöht gleichzeitig den Inflationsdruck – ein schwieriges Umfeld für die Notenbanken diesseits und jenseits des Atlantiks.
Im Fokus der vorbörslichen Kursbewegungen standen zudem einzelne Aktien: Jefferies Financial und MillerKnoll gaben vorbörslich nach, während Kodiak Sciences deutlich zulegen konnte. Die genauen Hintergründe dieser Einzelbewegungen dürften Anleger im weiteren Handelsverlauf genauer unter die Lupe nehmen.
