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Ölpreis klettert über 100 Dollar – Aktienmärkte unter Druck

Der Brent-Rohölpreis überschreitet erneut die Marke von 101 Dollar, während Friedensgespräche im Iran-Konflikt stocken.

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Ölpreis klettert über 100 Dollar – Aktienmärkte unter Druck

Der Ölpreis ist am Donnerstag erneut über die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Brent-Rohöl verteuerte sich auf über 101 Dollar, nachdem der Preis am Mittwoch noch auf 93,45 Dollar gefallen war – getrieben von kurzlebigem Optimismus über einen möglichen Waffenstillstand. Die Hoffnung auf ein schnelles Kriegsende im Iran-Konflikt schwindet jedoch zusehends.

Arabische Vermittler drängen noch für diese Woche auf ein Treffen zwischen den USA und dem Iran. US-Präsident Trump soll Vertrauten signalisiert haben, einen langwierigen Krieg vermeiden zu wollen. Dennoch hat der Iran bislang keine offiziellen Verhandlungsabsichten bekundet, auch wenn intern offenbar diplomatische Annäherungsversuche erwogen werden.

Ein zentrales Hindernis bei den Gesprächen ist das Aufeinandertreffen von Maximalforderungen beider Seiten. Diese gehen weit über das hinaus, was vor Ausbruch des Konflikts zur Debatte stand. Für Anleger weltweit wächst damit die Sorge, dass sich der Krieg in die Länge ziehen könnte.

Aktienmärkte reagieren mit Verlusten

Die globalen Aktienmärkte gerieten angesichts der trüben Aussichten unter Druck. Der US-amerikanische Nasdaq Composite verzeichnete mit einem Minus von 1,1 Prozent die stärksten Verluste unter den wichtigen Indizes. Damit schlossen sich die US-Börsen dem bereits zuvor einsetzenden Ausverkauf an asiatischen und europäischen Märkten an.

Die OECD warnte am Donnerstag eindringlich vor den wirtschaftlichen Folgen des Konflikts. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung rechnet mit einem erheblichen Wachstumsrückschlag und einem deutlichen Inflationsanstieg, sollte sich eine Energiekrise infolge des Krieges verschärfen und dauerhaft etablieren. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen, die ohnehin mit hohen Energiekosten kämpfen, wäre ein weiterer Ölpreisanstieg besonders belastend.

Die Entwicklungen verdeutlichen, wie stark die globalen Finanzmärkte auf geopolitische Signale reagieren. Investoren beobachten die Lage im Nahen Osten genau – jede Eskalation oder Entspannung dürfte unmittelbare Auswirkungen auf Rohstoffpreise und Aktienindizes weltweit haben.

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