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Trump verlängert Iran-Frist: Märkte reagieren verhalten auf Eskalationsrisiko

US-Präsident Trump gibt dem Iran bis zum 6. April Zeit, die Straße von Hormus zu öffnen.

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Trump verlängert Iran-Frist: Märkte reagieren verhalten auf Eskalationsrisiko

US-Präsident Donald Trump hat die Frist für mögliche amerikanische Luftangriffe auf iranische Kraftwerke verlängert. Teheran hat nun bis zum 6. April Zeit, die Blockade der Straße von Hormus aufzuheben – andernfalls drohen gezielte Angriffe auf die iranische Energieinfrastruktur. Trump betonte, die Verhandlungen mit dem Iran liefen weiter, auch wenn die Kämpfe im Nahen Osten unvermindert andauern.

Die US-Aktienfutures reagierten verhalten auf die Nachricht. Bis 04:23 Uhr ET legte der Dow-Jones-Future um 27 Punkte beziehungsweise 0,1 Prozent zu. Die S&P-500-Futures stiegen um 8 Punkte oder ebenfalls 0,1 Prozent, die Nasdaq-100-Futures kletterten um 16 Punkte oder 0,1 Prozent. Die Bewegungen bleiben damit minimal und spiegeln die anhaltende Unsicherheit der Anleger wider.

Der Vortag hatte an der Wall Street deutlich schlechtere Vorzeichen gehabt. Die wichtigsten US-Indizes verzeichneten einen ihrer schwächsten Handelstage des bisherigen Jahres. Ausschlaggebend war das weitgehende Ausbleiben diplomatischer Fortschritte im fast einmonatigen Konflikt zwischen den USA sowie Israel auf der einen und dem Iran auf der anderen Seite.

Straße von Hormus: Kritische Engstelle für den globalen Ölmarkt

Die Straße von Hormus ist eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten der Welt. Rund 20 Prozent des global gehandelten Erdöls passieren diesen engen Meeresarm zwischen dem Iran und der arabischen Halbinsel. Eine anhaltende Blockade würde die globale Energieversorgung erheblich belasten und die Preise weiter in die Höhe treiben.

Die Ölpreise setzten ihren Anstieg am Freitag fort und reagierten damit auf das unverändert hohe geopolitische Risiko. Gold hingegen stand auf Wochensicht vor einem leichten Rückgang, obwohl das Edelmetall in Krisenzeiten traditionell als sicherer Hafen gilt. Die Märkte wägen derzeit zwischen Eskalationsrisiken und der Hoffnung auf eine diplomatische Lösung ab.

Für deutsche Anleger ist die Lage besonders relevant, da Europa stark von stabilen Energiepreisen abhängt. Ein Angriff auf iranische Kraftwerke oder eine dauerhafte Sperrung der Meerenge könnte die Energiekosten in der gesamten Region deutlich erhöhen und auch europäische Aktienmärkte belasten. Investoren sollten die Entwicklungen bis zum 6. April genau beobachten.

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