Trump erwägt 10.000 zusätzliche Soldaten im Nahen Osten
Das Pentagon prüft massive Truppenverstärkung, während Trump gleichzeitig Friedensgespräche mit dem Iran führt.

Das US-Verteidigungsministerium prüft die Entsendung von bis zu 10.000 zusätzlichen Bodentruppen in den Nahen Osten. Dies berichtete das Wall Street Journal am Donnerstag unter Berufung auf Beamte des Pentagons, die mit den Planungen vertraut sind. Ziel sei es, Präsident Donald Trump ein breiteres Spektrum militärischer Optionen zu verschaffen.
Die Pläne entstehen in einem widersprüchlichen geopolitischen Umfeld: Trump führt derzeit parallel Friedensgespräche mit Teheran und hat Angriffe auf iranische Energieanlagen für zehn Tage ausgesetzt. Die militärische Aufstockung soll demnach als Druckmittel dienen, nicht zwingend als Vorbereitung auf einen Konflikt.
Märkte reagieren auf Deeskalationssignale
Die Finanzmärkte spiegeln die gemischte Lage wider. Die Ölpreise gaben leicht nach und verzeichneten auf Wochensicht Verluste, da Hoffnungen auf eine Deeskalation im Nahen Osten die Risikoprämien drückten. Auch der Goldpreis sank angesichts widersprüchlicher Signale zum Iran-Konflikt.
Ein weiteres positives Zeichen für die Märkte: Der Tankerverkehr in der Straße von Hormus hat sich deutlich erholt. Diese strategisch wichtige Meerenge, durch die rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels fließen, war zuletzt von Spannungen belastet worden. Trump selbst wertete die Erholung als Bestätigung seiner Verhandlungsstrategie.
Trump bekräftigte unterdessen die Fortführung der Friedensgespräche mit dem Iran. Die gleichzeitige Planung von Truppenverstärkungen und diplomatischen Initiativen gilt als charakteristisch für seinen Verhandlungsansatz: maximaler Druck bei gleichzeitiger Gesprächsbereitschaft.
