Barrick Mining stoppt Reko-Diq-Projekt wegen Sicherheitslage in Pakistan
Der Bergbaukonzern Barrick verzögert seine Megamine in Pakistan um zwölf Monate – Belutschistan-Konflikt und Nahost-Eskalation als Hauptgründe.

Barrick Mining verschiebt die Entwicklung seines milliardenschweren Kupfer- und Goldprojekts Reko-Diq in Pakistan. Der in Toronto ansässige Konzern informierte seine pakistanischen Partner diese Woche, dass die Erschließungsaktivitäten ab Juli für zwölf Monate verlangsamt werden. Die Entscheidung geht mit entsprechend reduzierten Projektausgaben einher.
Auslöser ist die sich verschlechternde Sicherheitslage in der Provinz Belutschistan, wo die Mine liegt. Bereits im vergangenen Monat hatte Barrick eine formelle Überprüfung des Projekts eingeleitet, nachdem separatistische Gewalt in der Region zugenommen hatte. Die anschließende Eskalation im Nahen Osten verstärkte die Bedenken des Unternehmens zusätzlich.
Reko-Diq gilt als eines der größten unerschlossenen Kupfer-Gold-Vorkommen weltweit
Das Reko-Diq-Projekt in der pakistanischen Wüstenprovinz Belutschistan zählt zu den bedeutendsten unentwickelten Rohstoffvorkommen der Welt. Barrick hält eine Mehrheitsbeteiligung an dem Projekt, das ursprünglich als strategischer Wachstumspfeiler des Konzerns galt. Die Mine sollte Pakistan langfristig Milliardeneinnahmen aus dem Rohstoffexport sichern.
Barrick erklärte, die Verlangsamung sei notwendig, um die potenziellen Auswirkungen der Sicherheitslage und die künftige Umsetzungsstrategie weiter zu bewerten. Die Entscheidung basiere auf vorläufigen Ergebnissen der laufenden Überprüfung. Eine offizielle Stellungnahme gegenüber der Presse lehnte das Unternehmen ab.
Budgets und Zeitpläne müssen neu berechnet werden
Der zwölfmonatige Überprüfungszeitraum wird sich laut internen Korrespondenzen, die der Financial Times vorliegen, direkt auf die bislang kommunizierten Budgets und Zeitpläne auswirken. Für Investoren bedeutet dies erhebliche Unsicherheit über den weiteren Projektverlauf. Barrick hatte Reko-Diq zuletzt als einen der wichtigsten Wachstumstreiber für die kommenden Jahre positioniert.
Die Entwicklungen zeigen, wie stark geopolitische Risiken im Nahen Osten und in Südasien die globale Rohstoffbranche belasten. Für Anleger, die auf Kupfer als Schlüsselmetall der Energiewende setzen, ist die Verzögerung ein Rückschlag. Barrick-Aktionäre müssen nun auf eine aktualisierte Projektplanung warten.
