Trump will Iran-Konflikt in vier bis sechs Wochen beenden
US-Präsident Donald Trump drängt Berater auf rasches Ende des Krieges – Zeitplan hat Auswirkungen auf China-Gipfel.

US-Präsident Donald Trump hat Vertrauten intern mitgeteilt, dass er den Konflikt mit dem Iran als in seiner Endphase betrachtet. Laut einem Bericht des Wall Street Journal vom Mittwoch drängte Trump seine Berater auf einen Zeitplan von vier bis sechs Wochen, um den Krieg zu beenden. Er wolle einen langwierigen Konflikt unbedingt vermeiden, berichtete das WSJ unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Der Zeitplan spielt demnach auch in die diplomatischen Planungen des Weißen Hauses hinein. Ein für Mitte Mai angesetzter Gipfel mit China sei ebenfalls auf diesen Rahmen abgestimmt worden. Trump signalisiert damit, dass er die geopolitischen Krisen koordiniert angehen will.
Teheran lehnt US-Forderungen weitgehend ab
Der Bericht erscheint inmitten anhaltender Kampfhandlungen: Der Krieg der USA und Israels gegen den Iran dauert bereits seit mehr als vier Wochen an, ohne klare Anzeichen einer Deeskalation. Der Iran lehnte US-Forderungen nach einem Waffenstillstand bislang weitgehend ab und erklärte am Mittwoch, nicht direkt mit Washington verhandeln zu wollen.
Teheran prüft nach eigenen Angaben einen von den USA vorgeschlagenen 15-Punkte-Friedensplan. Gleichzeitig brachte der Iran einen eigenen Fünf-Punkte-Plan ins Spiel – dieser sieht unter anderem Reparationszahlungen der USA sowie ein Mautsystem in der Straße von Hormus vor. Beide Seiten führen weiterhin gegenseitige Angriffe durch.
Straße von Hormus blockiert – Ölmärkte unter Druck
Besonders brisant für die globalen Energiemärkte: Der Iran hält die Straße von Hormus faktisch blockiert. Durch diese strategische Meerenge fließen rund 20 Prozent der weltweiten Öl- und Gasvorräte. Eine anhaltende Blockade trifft damit die gesamte Weltwirtschaft und dürfte auch deutsche Verbraucher und Unternehmen über steigende Energiepreise spüren lassen.
Für Anleger bedeutet die Lage erhöhte Unsicherheit an den Rohstoffmärkten. Solange keine konkreten Fortschritte in den Verhandlungen erkennbar sind, bleibt das Risiko volatiler Ölpreise hoch. Trumps Vier-bis-Sechs-Wochen-Zeitplan könnte jedoch als erstes Signal einer möglichen Entspannung gewertet werden.
