USA holen Gold im Wert von 100 Millionen Dollar aus Venezuela
Innenminister Burgum bestätigt erfolgreiche Rückführung venezolanischer Goldreserven – und kündigt weitere Investitionspläne an.

Die USA haben Gold im Wert von 100 Millionen US-Dollar aus Venezuela zurückgeführt. Das bestätigte US-Innenminister Doug Burgum am Mittwoch. Die Rückholaktion markiert einen weiteren Schritt in der neuen Venezuela-Politik der Trump-Administration.
Burgum hatte Venezuela Anfang März gemeinsam mit Führungskräften aus der Öl- und Bergbaubranche besucht. Dabei traf er sich zehn Stunden lang mit der venezolanischen Interimspräsidentin Delcy Rodriguez. Die Trump-Administration arbeitet eng mit Rodriguez zusammen, die unter dem im Januar festgenommenen Ex-Präsidenten Nicolás Maduro als Vizepräsidentin amtierte.
Rohstoffe im Fokus: Öl, Mineralien und Kohle
Die strategischen Interessen der USA in Venezuela gehen weit über Gold hinaus. Präsident Donald Trump drängt US-Unternehmen aus dem Öl- und Gassektor aktiv dazu, in den venezolanischen Energiesektor zu investieren. Venezuela gilt als Staat mit den weltweit größten nachgewiesenen Rohölreserven.
Laut Burgum sehen die USA jedoch auch erhebliches Potenzial in den Mineral- und Edelmetallvorkommen des Landes. Zudem verfüge Venezuela über enorme Kohleressourcen, die kritische Mineralien enthielten – ein Sektor, der für die US-Industrie strategisch bedeutsam ist.
Parallel dazu sprach die venezolanische Oppositionsführerin Maria Corina Machado am Dienstag in Houston vor Branchenvertretern der Öl- und Gasindustrie. Sie forderte eine vollständige Privatisierung der venezolanischen Ölindustrie. Ihre politische Rolle bleibt jedoch unklar, da Washington primär mit Rodriguez kooperiert.
Machado betonte außerdem, es werde mindestens neun Monate dauern, um die Grundlagen für freie und faire Wahlen in Venezuela zu schaffen. Die politische Lage im Land bleibt damit trotz der neuen US-Annäherung weiterhin fragil.
